Mittwoch, 1. Februar 2012

[Link-Tipp] Rebuy.de

Eingestellt von Falballa um Mittwoch, Februar 01, 2012 2 Kommentare Links zu diesem Post
Durch viele Umwege bin ich auf die Seite rebuy.de aufmerksam geworden. Das Prinzip ist denke ich ganz simpel und der Name erklärt es ja auch schon:

Man kann seine gebrauchten Bücher dorthin schicken und diese werden dann verkauft.

Bildquelle
Ich hab mich auf der Seite umgeschaut, weil es dort angeblich soviele Bücher für nur 0,19€ geben soll. Als Bücherjunkie also genau meine Seite. Der Versand beträgt 2,99€ - egal wieviele Bücher man bestellt.

Nach den 0,19€ Bücher muss man ein bisschen suchen, aber es gibt Einige. Man kann einfach eine Kategorie anklicken und dann die Bücher sortieren "Preis aufsteigend". Schwups landet man bei den günstigen Büchern. Auch wenn nicht sooooooooooooo viele für 0,19€ dabei sind, sind es doch einige unter einem Euro.

Die Auswahl ist relativ durchwachsen und eher für Leute die Einzelstücke oder ältere Dinge suchen. Im Bereich Literatur bin ich nicht so fündig geworden, aber für mein Studium/zukünftigen Beruf. Ich werde ja irgendwann mal Lehrerin (yeah) und habe mir 30 Bücher bestellt, die später einmal gut benutzen kann. Viele Englisch Bücher und so einen Kram, alles nützliches. 30 Bücher, 27Euro... und davon sind 3 Euro Versandkosten.

Ich bin jetzt mal gespannt, wann die Bücher ankommen, und vor allem in welchem Zustand sie sind. Ich werde dort sicherlich weiterhin günstig Bücher für meinen zukünftigen Beruf kaufen, denn Schulbücher so günstig zu bekommen, ist echt sehr schön:)

Wenn ein Buch nicht da ist, das man gerne hätte, dann kann man einen "Kaufalarm" setzen und wird benachrichtig, wenn das Buch wieder da ist.

Ich hab versucht mit den Voreinstellungen direkt zu den günstigen Büchern zu gehen. Ich hoffe der Link funktionert direkt in die Suche!

Dienstag, 31. Januar 2012

[Rezension] Die Seelenfotografin - Charlotte Freise

Eingestellt von Falballa um Dienstag, Januar 31, 2012 0 Kommentare Links zu diesem Post

Zum Buch:

Titel: Die Seelenfotografin
Autorin: Charlotte Freise

Art: Taschenbuch
Seiten: 320
Preis: 8,95€

Erhältlich bei: Amazon | Rowohlt | Medimops (3,39€)

Inhalt: Ruven ist Fotograf aus Leidenschaft, hat aber unter den Eskapaden seines Chefs zu leiden. Eines Tages nutzt er das Angebot für einen Auftrag, packt das Zeug des Chefs und sein Geld zusammen und haut ab. Er tritt den neuen Job an und verdient gutes Geld. Dabei begegnen ihm Isabell und Peter. Bei Peter und seiner Mutter bekommt er einen Schlafplatz, und Isabel stellt seine Gefühlswelt auf den Kopf. Doch die Liebe der beiden ist zum scheitern verurteilt, denn nicht nur, dass Isabel unheilbar krank ist. nein... alle überschattet ein Familiengeheimnis...

Meine Meinung:

Ich bin ja noch sehr neu im Lesen mit historischen Romane, und habe mich gefreut, als jetzt wieder einer bei mir an der Reihe war. Der Klappentext und der Titel haben nicht soviel Aufschluss über die Geschichte gegeben, sondern nur einen ersten Eindruck. Das finde ich eigentlich gar nicht so schlecht.

Der Protagonist Ruven muss an einem Punkt im Buch sein Leben selbst in die Hand nehmen und endlich etwas daraus machen. Auf einer Lüge beginnt er einen Neustart und obwohl er erfolgreich ist, belastet ihn das doch sehr. Er selbst hatte keine schöne Kindheit und menschliche Nähe ist ihm fremd. Peter ist auch eine wichtige Person im Buch, die immer wieder auftaucht und die Geschichte von einem kleinen Jungen erzählt, der sich unsterblich verliebt und versucht, aus den schlechten Umständen das Beste zu machen. Seine Mutter schafft es so gerade eben die beiden durchzubringen, und muss dafür auch öfter körperlichen Einsatz zeigen. Isabell ist die zweite wichtige Person im Buch. Sie ist die Seelenfotografin, zumindest das Mädchen mit der Idee. Sie ist an den Rollstuhl gefesselt und lebt bei ihrer Tante. Die ganze Zeit verbringt sie mit Lesen und ist unglaublich klug. Sie versteht es Männer um ihren Finger zu wickeln und hofft inständig auf ein normales Leben.

Die Autorin hat sich viel Mühe mit den Charakteren und vor allem ihren Beziehungen gegeben. Denn, obwohl sich die meisten von ihnen nicht kennen, sind sie doch alle miteinander verbunden. Jede Person hat ihr eigenes Schicksal, und man weiß gar nicht mit wem man am meisten Mitleid haben soll. Vieles ist natürlich auch der Zeit zuzuordnen.Die Lebensumstände sind schwierig. Das Buch nimmt ziemlich zum Ende eine Wende und man versteht erst so richtig, wie die Beziehungen sich wirklich darstellen und einige der komischen Szenen im Buch bekommen auf einmal einen Sinn. Wie die Personen miteinander umgehen und ihre Wertevorstellungen sind löblich und etwas, das in unserer Zeit ein bisschen verloren gegangen ist. Das Buch ist hier nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Erinnerung an eine Zeit - die zwar vergangen ist - aber in der Werte und Anstand noch eine große Rolle spielten.

Besonders toll fand ich den Schreibstil und die Sprache. Klar, bei einem historischen Roman wird das beides imer an die Zeit angepasst, aber ich fand die Autorin hat es sehr gut gemeistert und genau den richtigen Punkt von alter Sprache und ausreichend Biss gefunden. Die Sprache hat funktioniert, gepasst und man konnte fließend Lesen. Besonders zu Protagonist und seinen Wertevorstellungen hat es besonders gepasst. Ich muss gestehen, zwischendurch hat es mich an Twilight und Edward erinnert, der zwar in unserer Zeit lebt, aber manchmal spricht, als würde er aus einer anderen kommen. Nicht das die Sprache gleich wäre, aber sie ist eben aus einer anderen Zeit.

Auch die Umgebung und die Location konnte ich mir gut vorstellen, und das obwohl nicht sooo viel darüber gesprochen wurde. Aber ich konnte mir das irgndwie gut vorstellen. Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme in die GEschichte reinzukommen, weil man so gar keine Ahnung hat, in welche Richtung es geht. Irgendwann war ich aber so gespannt, was jetzt passiert, dass ich schnell weiter gelesen habe. Es gab dann aber einen Punkt, an dem die Liebesgeschichte ein Ende nimmt (durch äußere Umstände) an dem ich beleidigt war, und nicht mehr weiter lesen wollte. Es kann so kein Happy End geben.

Die Sache mit dem Titel. Ich weiß nicht, ob es die Idee damals wirklich gab, oder den glauben daran, die Seele eines Menschen fotografieren zu können. Ich finde die Idee allerdings spannend, aber vorstellen kann ich es mir nicht. Vielleicht hat die Autorin hier ein bisschen fantasiert, oder aber sie hat irgendein Thema aus der Geschichte aufgegriffen. Irgendwie muss sie ja zu der Idee gekommen sein. Im Buch klappt das ganze am Ende, nicht zuletzt durch Isabells Grips und Verstand. Aber ich kann mir das alles nicht ganz so vorstellen, und das hat es ein bisschen schwer gemacht hier den Anschluss zu bekommen, denn zwischendurch war es sehr theoretisch, aber trotzdem immer spannend.

Das Cover hta mir eigentlich ganz gut gefallen. Im Hintergrund ein Bild vom Brandenburger Tor und dann dieses Mädchen auf dem Cover. Ich denke es soll Isabell sein - die habe ich mir allerdings ganz anders vorgestellt. Dafür, dass sie 14 sein soll (zwar von ihrer Krankheit gezeichnet), sieht sie auf dem Cover deutlich älter aus und einfach anders, als das Bild in meinem Kopf.

Mein Fazit:

Ich fand das Buch ganz gut. Nicht atemberaubend, aber doch ganz gut. Das Thema finde ich nicht schlecht, und zwischendurch hat mich auch wirklich die Lust zum Lesen gepackt. Leider hab ich das Ende nicht so sehr gemacht, da fehlte mir ein bisschen die Gefühlsebene und es fühlte sich ein bisschen kalt an. Das Buch kann man aber super lesen und ist eine schöne Geschichte.

Weitere Rezensionen:

Homepage der Autorin: Charlotte Freise alias Karla Schmidt

Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Mittwoch, 25. Januar 2012

[News] John Asht -Eigentor des Jahres 2011/12

Eingestellt von Falballa um Mittwoch, Januar 25, 2012 5 Kommentare Links zu diesem Post
Die Tage habe ich Zeit gefunden mich mal wieder auf anderen Blogs herumzutreiben und bin im Lesekreis auf einen unglaublichen Artikel gestoßen. Danach habe ich einie Zeit im Internet verbracht und mir mehrere Berichte zum Thema durchgelesen.

Es geht um Folgendes: Myriel hat auf ihrem Blog über ein Buch geschrieben, dass sie zweimal angelesen hat, dann aber erneut abgebrochen hat. Sie hat auch beschrieben, warum sie sich entschieden hat, das Buch zur Seite zu legen. (Hier zum Originalartikel)

Eigentlich ist das etwas, dass viele von uns machen, und das ich auch ok finde. Nicht jedes Buch trifft jeden Nerv. Wenn man dann in den Kommentaren schaut, findet man mittlerweile 375 Kommentare. Das ist ungewöhnlich. Der erste Kommentar ist vom Autoren selbst:

John Asht
Na ja, von einer 23-jährigen Fantasy-Leserin, die mit gehobener Literatur überhaupt nichts anfangen kann, erwarte ich auch nicht mehr als eine solch’ unqualifizierte Pseudo-Rezi.
Mädel, schreib’s dir hinter die Ohren: Phantastische Literatur ist nicht „Fantasy“.
Also, tu uns allen einen Gefallen und bleib bei deinen Zwergen und Elfen – für mehr reichts nicht!
Und direkt hinterher:
John Asht
… außerdem werde ich „Myriel“ und „Bücherzeit“ von meinem Rechtsanwalt gerichtlich ahnden lassen – denn mir sieht diese Einrichtung sehr suspekt aus – etwa so, wie von gewissen Leuten bezahlt, um einem Autor zu vernichten. Das wird teuer, Lady!

Wow.. das ist doch mal eine Ansage, aber das reicht nicht, sondern eine Mitarbeiterin des Verlages meldet sich als zweites zu Wort:

Grundregel Nummer 1 für eine Rezension ist, dass man das Buch überhaupt gelesen hat!!!
Es ist absolut unfair, sich hinter einem anonymen Decknamen zu verstecken und einfach ein Buch zu verreißen, das man gar nicht kennt. Ein Buch mit über 900 Seiten ernsthaft bewerten zu wollen, obwohl man gerade mal 90 Seiten gelesen hat, ist nicht nur höchst unprofessionell, es zeigt auch, dass hier jemand Internetforen missbraucht, um den Autor oder den Verlag anzufeinden. Das sollte von einem seriösen Forum eigentlich angemahnt und unterbunden werden, denn persönliche Differenzen, wie auch immer sie geartet sein mögen, haben in einer Rezension nichts verloren – genauso wenig wie starke Emotionen, egal ob positiv oder negativ, denn diese trüben die Wahrnehmung und verzerren das Bild. [...]
 Und auch in diesem Kommentar, der noch länger ist, wird ihr mit einem Anwalt gedroht.

Myriel bleibt aber wirklich locker und antwortet beiden auch. Das ganze geht so weiter und schaukelt sich wirklich hoch.

Ich konnte das ganze einfach nicht glauben und bin dann den weiteren Links gefolgt, die auf seinen Blog verweisen und auf eine Facebook-Gruppe, in der der Autor sich weiter über Myriel und uns "unqaulifizierten" Rezensenten auslässt.

Heute aber, im zweiten und vielleicht auch letzten noch freien Internetjahrzehnt, kann jeder veröffentlichen, was er will - egal ob er etwas drauf hat oder auch nur eine frustrierte Niete ist: Er veröffentlicht vor allem Texte, weil's nix kostet - und weil er irrtümlich glaubt, dass das "Freie Internet" einen vor Strafverfolgung schützt - oder weil er "Meinungsfreiheit" mit "Narrenfreiheit" verwechselt. Keine Frage: Auch die "Seriösen" veröffentlichen heute online - aber ihr Stand wird tief nach unten gezogen, von eben diesen billigen Lästermäulern, die neuestens noch eins draufsetzen, indem sie erpresserisch agieren. Und weil's anscheinend ein lukratives Geschäft ist, lauern sie zu Tausenden wie Plagegeister zu Halloween vor den Verlagstoren und genieren sich nicht zu rufen: Süßes oder es gibt Saures!

So kommt es, dass heute so mancher, der irgendwann mal Lesen und Schreiben gelernt hat, sich auch einbildet, sein vergorenes Hirnschmalz unbedingt via Literaturkritik ins Netz stellen zu müssen - frei nach dem Motto: Wenn eh schon kein Verlag meine Geistesergüsse drucken will, dann haue ich eben deren Bücher hinterfotzig in die Pfanne. An dieser Stelle: Nix gegen Kritik - sogar die negativste Kritik kann konstruktiv sein - insofern sie fair ist und nicht irgendwelchen hinterhältigen Absichten entspringt.
 
via http://john-asht.blogspot.com/2012/01/literatur-kriminalitat-im-internet.html?spref=bl

Wow...Auch dieser Beitrag ist länger und kann unter dem Link weiter gelesen werden.

Mir ist noch nicht klar, ob sie das Buch gekauft,oder vom Verlag zugeschickt bekommen hat. Es spielt aber auch keine Rolle. Niemand kann einen zwingen, ein Buch zu Ende zu lesen. Außerdem wird in dem wirklich kurzen Eintrag von Myriel nicht wie beschrieben das Buch zerrissen, sondern lediglich beschrieben, warum ihr das Buch nicht gefällt. An irgendeiner Stelle sagt er, dass sie den Menschen abrät dieses Buch zu kaufen oder zu lesen - aber das sieht er wohl alleine so.

Das Thema wird auf vielen Seiten und Blogs heiß diskutiert und ich wage zu behaupten, dass sich viele auf die Seite von Myriel stellen. Woher dieser Ärger kommt und diese ausgesprochene Wut auf die Leute, die Rezensionen schreiben, kann ich nicht nachvollziehen. Wäre die Rezension super gewesen hätte sie ein Lob bekommen?

Wenn der Verlag der Dame das Buch zugeschickt hat, dann verstehe ich nicht, warum sie nicht um eine vorherige Einsicht gebeten haben. Wenn sie ihr das Buch nicht zugeschickt haben, und es selbst bezahlt hat, sollte er froh sein, dass sie Interesse an dem Buch hatte. Leider wurden aber die Erwartungen offenbar nicht erfüllt. Neulich habe ich ein Buch gelesen (Schattengesicht) und habe auch einige Dinge nicht verstanden und deswegen nur eine Kaufempfehlung ausgesprochen, damit mir jemand meine Fragen beantwortet. Kurz darauf erhielt ich eine Email der Autorin, die alle meine Fragen beantwortet und meine Zweifel beseitigt hat. Auf einmal machte vieles einen Sinn. Hätte Herr Asht nicht vielleicht einfach nachfragen sollen, warum sie nicht über 90 Seiten kommt, und ihr die Ungereimheiten erklären sollen? In meinen Augen hätte er sie motivieren sollen, das Buch weiterzulesen, anstatt dieses Drama auszulösen.

Außerdem finde ich wirklich fragwürdig, wie er all die Buchrezensenten schlecht macht. Ja, wahrscheinlich sind wir nicht alle vom Fach, wahrscheinlich sogar nur die wenigstens. Aber. Wir lesen! Wir lesen gerne! Die Verlage und auch viele Autoren legen Wert auf unsere Meinung, denn sie schicken uns die Bücher zu. Denn oft geht es gar nicht darum eine exzellente Rezension zu schreiben, sondern das Buch ins Gespräch zu bringen. Eine gute Rezension ist natürlich immer erfreulicher für Autor und Verlag. Außerdem wirft er uns vor, wir würden damit nur etwas abstauben wollen - Geld, oder Geschenke. What? Ich hab keine Ahnung wo er das her hat, aber ich kenne keinen, der dafür bezahlt wird oder andere Geschenke bekommt. Aber selbst WENN es so wäre, würde ich deswegen nie etwas Gutes über ein Buch schreiben, dass ich einfach nicht gut finde. Er wirft der Rezensentin vor, sie habe ihre Adresse dem Verlag zugeschickt, um jetzt auch noch Geld oder so abzustauben. Hätte er allerdings sorgfälig gelesen, dann hat sie ihnen die Adresse nur zugeschickt, damit das "böse Pseudonym" aufgedeckt wird, und er weiß, an wen er seine Anzeige richten muss. (Ich bin immernoch faszniert, wie cool Myriel bleibt).

Zum anderen zieht er über alle "Harry-Potter-Leser" her und plum gesagt, sagt er, dass alle die die Harry Potter Reihe gelesen haben, nicht in der Lage sind qualifiziert über Literatur zu berichten und so weiter. Da denke ich mir: Zum einen sollte jeder der Harry Potter gelesen hat jetzt im Gegenzug Herrn Asht verklagen, wegeen Verleumdung und Beleidigung, und zum anderen sollte J.K. Rowling Klage einreichen, wegen Rufschädigung und geschäftsschädigenden Aussagen. Und mit Sicherheit hat sie die besseren Anwälte. Woher das Selbstbewusstsein eines Mannes kommt, der noch kein Buch veröffentlicht hat, dass weltweit erfolgreich ist und somit auch fast eine ganze Generation vor den Kopf stößt, kann ich nicht nachvollziehen.

Er beschwert sich darüber, dass sie nur 10% des Buches gelesen und dann entschieden hat, es nicht zu mögen. Das ist aber etwas menschliches, es liegt in unserer Natur. Schließlich urteilen wir oft schnell und entscheiden, ob wir etwas mögen oder nicht. Vor allem bei Menschen sind wir so: Wir sehen nur das Äußere und haben dann Vorurteile oder sind eben begeistert. Wir hören ein Lied und entweder uns gefällt der Beat, oder nicht, oder gar die Stimme. Zu keinem Zeitpunkt, soweit ich es bisher rausgefunden habe, hat Myriel den Autor, noch den Verlag, noch das Buch schlecht gemacht und wurde ausfallend. Sie hat einfach nur gesagt "Ich mag es nicht, ich möchte damit meine Zeit nicht verbringen!". So what? Ich habe J.K. Rowlings Harry-Potter-Reihe nicht gelesen, und sie hat nicht bei mir an der Tür geklopft und gefragt, wie ich es mir erlauben kann, ihre Bücher zu verschmähen.

Wenn Herr Asht nicht möchte, dass unqualifizierte Menschen sein Buch lesen, oder gar bewerten, dannd arf es nur an ausgewähltes Publikum ausgeteilt und verkauft werden. Dann muss er es so exklusiv weitergeben, dass nur die "Richtigen" Personen sein Buch lesen. Das aber wiederum passt ihm nicht, denn er möchte auch von dem Schreiben leben können. Da ein Autor aber nur so wenig für ein verkauftes Buch bekommt, muss er auf Masse setzen. Und bei der Masse werden immer wieder welche dabei sein, die negativ berichten. Bis zu dem Zeitpunkt von Myriels "Rezension" hatte er 4 positive Rezensionen bei Amazon. Wäre eine negative dazugekommen, hätten die Positiven immernoch überwogen.

Ausgelöst hat er damit allerdings nur eines: Einen sogenannten ShitStorm. Das heißt eigentlich zwar ziemlich viel Publicity, aber in diesem Falle nur negative. Auf vielen Seiten liest man nun, dass die Leute den Autor, so wie den Verlag meiden wollen. Verständlich, wenn einem bei schlechter Kritik gleich mit dem Anwalt gedroht wird.

Der Autor beklagt sich über die Qualität der Rezensionen und dem Schwall an gelesenen Büchern im Internet. Ich selbst habe kein abgeschlossenes Literaturwissenschaftliches Studium hinter mir, und kann mir in seinen Augen wohl auch kein angenemessenes Bild über Bücher und ihre Qualität und Tiefe machen, aber das ist nicht so schlimm, Herr Asht hat schließlich auch kein abgeschlossenes literaturwissenschaftliches Studium! Er selbst arbeitete als Fotojounalist und Filmemacher und studierte Völkerkunde, Religionshistorik und Urgeschichte. Ja, als Journalist kann man sagen, man hat eine gewisse Professionalität, allerdings hat er diese im Bereich Film und genau genommen auch keine Ahnung von Literatur - wenn man es überspitzt darstellen möchte. Nur weil er ein Buch, oder mehrere geschrieben hat, hat er nicht mehr oder weniger Ahnung vom rezensieren als du und ich, denn studiert hat er es auch nicht.

Ich bin empört, ich bin enttäuscht, und ich bin traurig. Was der Autor und der Verlag damit bezwecken wollen ist mir schleierhaft und wird sicherlich nicht das bewirken, was sie sich gewünscht haben. Diese Negativ Publicity die er selbst verschuldet hat wird nicht den Erfolg haben bei "Deutschland schafft sich ab", sondern im Gegenteil, wahrscheinlich in den Regalen liegen bleiben. Wer sich selbst so im Internet darstellt muss sich nicht wundern, wenn die Kritik lauter wird als das Lob.

Und um das ganze mit seinen eigenen Worten abzuschließen:

Seid gegrüßt, liebe Freunde und Fans - aber auch ihr erbarmungslosen Kritiker und Feinde. Schauet rein und lobet mich, oder schießet mich auf'n Mond - möget und schätzet meine Werke oder bindet mich auf den Scheiterhaufen. Hauptsache: Fair! Egal wie, ich werde mein Haupt neigen vor euch ... mitunter, um besser zu sehen auf welch' Schusters Rappen ihr denn so daher kommt. Willkommen! Schau rein und urteile fein - oder lies und schieß! http://john-asht.blogspot.com



Die Menschen haben angefangen zu erbarmungslosen Kritikern zu werden, ihn auf den Mond zu schoeßen und ihn auf den Scheiterhaufen zu binden. Und das alles wegen einer "Rezension", die (wahrscheinlich) vorher nur 100 Leute gelesen hätten, mittlerweile an einem Wochenende aber 10.000 wegen schlechter Publicity!

Links zum Thema:

  1. Artikel bei Lesekreis
  2. Artikel von Florian Freistetter
  3. http://john-asht.blogspot.com/
  4. Myriels Beitrag
  5. https://www.facebook.com/groups/slv.redor/ - auch hier wird dazu kommentiert
Ps: "Heute aber, im zweiten und vielleicht auch letzten noch freien Internetjahrzehnt, kann jeder veröffentlichen, was er will - egal ob er etwas drauf hat oder auch nur eine frustrierte Niete ist" http://www.webcitation.org/64tEHMsUJ
Dies gilt genauso für Autoren: Heute kann jeder ein Buch veröffentlichen, egal ob er etwas drauf hat, auch auch nur eine frustrierte Niete ist. 

Dienstag, 24. Januar 2012

[News] Neue Regelung bei der >>Spiegel<<-Bestsellerliste

Eingestellt von Falballa um Dienstag, Januar 24, 2012 0 Kommentare Links zu diesem Post
Sicherlich schauen wir alle zwischendurch mal in die BEstsellerliste und gucken, wer sie da wohl alles so rumtreibt. Und einige von uns gehen danach sicherlich in den Laden und kaufen sich deswegen ein Buch. Daran ist nichts nichts schlimmes, aber man sollte demnächst Folgendes beachten:

"Der Spiegel" ändert nämlich seine Regeln für die Bestsellerlisten. Bisher wurden in der Kategorie "Hardcover" immer auch die guten Paperbacks mit eingeschlosse, das wird zukünftig nicht mehr so  sein. Diese werden dann in der Liste der Taschenbücher eingeordnet.

Das hat natürlich für viel Kritik und Aufregung gesorgt. Es gibt ganz viele Meinung dazu und die sind auf ka-news ziemlich gut zusammengefasst und ich denke, wer sich für mehr interessiert und sollte sich einmal dort umschauen.

Samstag, 21. Januar 2012

[Aktion] Super Aktion zum Welttag des Buches

Eingestellt von Falballa um Samstag, Januar 21, 2012 0 Kommentare Links zu diesem Post
Ich bin heute zufällig über eine super Aktion gestoßen, die anlässlich zum Welttag des Buches gestartet wird. Ich bin total begeistert, und hoffe, dass ich mitmachen darf!
Bildquelle

Bald ist wieder der Welttag des Buches un um mehr Menschen zum Lesen zu animieren wird eine Aktion gestartet, bei der Bücher verschenkt werden sollen. Und das nicht an uns, sondern, wir können uns bewerben und zum Buchverschenker werden.

Die ganze Aktion hat eine eigene Homepage:
http://www.welttag-des-buches.de/

Die Buch-Schenker können im Zeitraum von Anfang bis Mitte März wählen, in welcher nahegelegenen Buchhandlung oder Bibliothek sie ihr Paket abholen. Und dann geht es los: Geben Sie als Buch-Schenker ihre Leidenschaft fürs Lesen an Menschen weiter – gerade an die, die wenig, selten oder gar nicht lesen.

„Lesefreunde“ will Menschen bewegen, ihr Lesevergnügen zu teilen und weiter zu verbreiten. Zugleich soll mit dem Buchgeschenk eine Einladung ausgesprochen werden, das Erlebnis Lesen für sich neu oder wieder zu entdecken. „Lesen ist ein einzigartiges, inspirierendes Erlebnis. Wir wollen Menschen die Lust am Lesen vermitteln. Der Welttag des Buches ist eine ideale Gelegenheit, um den Spaß am Lesen mit anderen zu teilen. Die Aktion ‚Lesefreunde‘ ist damit Teil einer internationalen Lesebewegung, die 2012 auch in den USA und Großbritannien gefeiert wird“, erklärt Dr. Joerg Pfuhl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lesen.

Das besondere ist, dass man selbst 30 Exemplare bekommt, die man dann verschenken darf. Ich hab mich für den Titel "Biss zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer entschieden. Man kann aber auch eine 2 und 3 Wahl angeben.

Insgesamt werden 33.333 Buchverschenker gesucht und das natürlich überall. Ob die Aktion auch über die Grenzen von Deutschland geht (Zwinker an Alexandra vom Bücherwahnsinn) weiß ich leider nicht, aber ein Versuch kann nicht schaden.

Auf der Aktionsseite kann man sich auch direkt bewerben und muss auch eine kleine Begründung/Bewerbung schreiben.

Also, schaut euch auf der Seite um und macht mit! Ich finde die Aktion wirklich, wirklich, wirklich, super klasse!

 

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