Bild möchte zukünftig Lesereporter in Gerichtssäle schicken und von dort aus berichten lassen. Das Format von "Hobby"-Fotografen ist in ihrer Zeitung bereits fester Bestandteil und scheint gut angenommen worden zu sein. In einer Testphase sollen nun "Hobby-Gerichtsreporter" zeigen, ob auch diese Form von Berichterstattung die Leser interessiert. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) sieht dem ganzen allerdings kritisch entgegen.
"In den Anzeigen sucht man nun nach Personen, die ein bis zwei Mal pro Woche öffentliche Verhandlungen besuchen und diese gegen ein kleines Honorar mitprotokollieren würden. Juristische Grundkenntnisse seien dafür zwar hilfreich, aber nicht notwendig. Voraussetzung seien lediglich Kenntnisse in Stenografie oder einer anderen Protokolltechnik. Sollte sich durch die Protokolle ergeben, dass ein Presserechts-Fall für ein größeres Publikum interessant sein könnte, soll dann ohnehin die "Bild"-Redaktion nachrecherchieren."
Ob die Aktion allerdings nach der Testphase weitergeht, ist unklar, noch ist man auf der Suche nach den ersten Hobby-Reportern. Im Gespräch ist auch, ob die Persönlichkeitsrechte von Angeklagten und Zeugen so ausreichend geschützt werden.
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