Dienstag, 15. Juni 2010

Google macht es öffentlich

Eingestellt von Falballa um Dienstag, Juni 15, 2010
Und zwar mit Hilfe von ÖNB-Gerneraldirektorin Johanna Rachinger. Denn Google kann nun historische Buchbestände urheberrechtsfrei veröffentlichen.

Und das Ganze ist relativ simple, denn Google darf die urheberrechtsfreien Bestände der Österreichichen Nationalbank (ÖNB) digitalisieren und für alle auf der Welt abrufbar machen.

"Nicht nur für die Bibliothek sei die künftige Zusammenarbeit "ein Meilenstein", sagte ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger bei einer Pressekonferenz im Prunksaal der Nationalbibliothek: "Es handelt sich um die bisher größte Public Private Partnership in der österreichischen Kulturlandschaft, auch europäisch gibt es nur wenige Kooperationen dieser Größenordnung.""

Die ÖNB hätte dieses Projekt selbst nicht bewerkstelligen können, aber mit Hilfe von Google, die die kompletten Kosten für die Digitalisierung übernehmen, wird es möglich. Dabei werden 400.000 vom 16. bis 19. Jahrhundert werden komplett erfasst und bringen über 120 Millionen Seiten online - und kostenlos abrufbar. 

"Google hat derzeit rund zwei Millionen Werke über Verlagspartnerschaften und mehr als zehn Millionen Werke aus über 40 Bibliotheken wie jenen von Harvard, Stanford und Oxford, die Bayerische Staatsbibliothek oder die Nationalbibliothek von Rom und Florenz abrufbar. "Wir befinden uns in bester Gesellschaft", sagte Rachinger, die darauf verwies, dass damit auch "für den Katastrophenfall" gesichert sei, dass zumindest die Digitalisate verfügbar blieben.
"Ich bin überzeugt davon, dass damit auch neues Wissen generiert wird", verwies die Generaldirektorin auf die Tatsache, dass künftig nicht nur Online-Kataloge, sondern auch Suche in digitalisierten Inhaltsverzeichnissen, Personenregistern und in Volltexten möglich sein werde. "Man kann davon ausgehen, dass es zu interessanten Entdeckungen und Neubewertungen kommen wird", zeigte sich auch ÖNB-Projektleiter Max Kaiser zuversichtlich, der durch das systematische Durchkämmen der Bestände auch "mit einigen Überraschungen und Entdeckungen in unseren Magazinen" rechnet: "Wir werden buchstäblich Regal um Regal unserer Bestände digitalisieren, einschließlich der Werke im Prunksaal.""

Ein großes Projekt haben sie sich dort vorgenommen. Digitalisiert wird ab Anfang 2011 und das Projekt läuft erstmal für sechs Jahre. Ob das Angebot auch angenommen wird, zeigt sich erst später, grundsätzlich aber eine gute Idee.

 

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