Er ist heute an Leukämie gestorben. Seine Frau und Übersetzerin war zu Zeitpunkt des Todes bei ihm. Er habe noch mit ihr gefrühstückt, sich dann aber unwohl gefühlt, und ist kurze Zeit später verstorben.
Seine Leiche soll zunächst aufgebahrt werden, und dann nach Lissabon überführt werden. Der Leichnam wird in Lanzarote von einem Regierungsflugzeug abgeholt.
Saramago lebte seit 1993 auf der Kanaren-Insel. Dorthin war er aus Protest gegen die damalige konservative Regierung seines Heimatlandes ausgewandert. Er nahm gern zu Themen der aktuellen Politik Stellung und eckte dabei nicht selten an.
Neben dem Literaturnobelpreis erhielt Saramago zahlreiche portugiesische und internationale Preise. Mehrere Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.
Der überzeugte Kommunist wurde 1922 in der Ortschaft Azinhaga nahe Lissabon als Sohn eines Landarbeiters und späteren Polizisten geboren. Nach dem vorzeitigen Schulabgang wurde er Maschinenschlosser, arbeitete später als technischer Zeichner, Angestellter in der Sozialbehörde, in einem Verlag und als Journalist.
Samargo hat erst spät zur Literatur gefunden und wurde erst mit ca. 40 Jahren zum Schriftsteller. Seinen Durchbruch schaffte er mit Büchern wie "Hoffnung im Alentejo" oder "Das Memorial" - Bücher dir vor allem durch ihre Sprache Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Hoffmann und Campe veröffentlicht am 25. Juni seinen neuen Roman «Die Reise des Elefanten», in dem Saramago auf Grundlage historischer Tatsachen die Geschichte eines Elefanten erzählt, der im 16. Jahrhundert auf dem Land- und Seeweg von Lissabon an den Wiener Hof gebracht wurde. Anfang Juli werde der Verlag außerdem Saramagos Tagebuch publizieren - einen Blog im Internet zu kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Themen. Im Herbst 2011 werde sein jüngster Roman «Kain» in deutscher Sprache erscheinen.
























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