"Leise jedoch kann ich nicht" heißt ihre Biografie, ihre private Geschichte. In einem Interview mit der Seite news.de hat sie jetzt einen Einblick in ihre Welt gegeben.
Sie selbst fragen sich im Vorwort Ihrer Biografie, «ob es eigentlich irgendjemand in diesem Lande noch gibt, der noch kein Buch geschrieben hat?» - eine Anspielung auf die zahlreichen Promi-Bücher, die den Buchmarkt derzeit überschwemmen. Sie schreiben, dass Sie zu diesem Buch erst überredet werden mussten. Von wem und wie hat derjenige es geschafft, sie zu überzeugen?
Straché: Ich habe an einem anderen Buchprojekt mitgearbeitet – an Wie wir wurden, was wir sind. Zehn Schauspielerinnen erzählen in Interviewform, wie sie zu diesem Beruf gekommen sind. Ich muss dann so viel erzählt haben, dass die Herausgeberin des Buches mich angerufen und gesagt hat: «Das ist Stoff für ein eigenes Buch.» Erst einmal habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, weil mir jede Form von Exibitionismus zuwider ist. Ich wusste ja auch nicht, ob ich literarisch begabt bin. Dann ist sie aber hinter meinem Rücken zum Südwest-Verlag gegangen. Die meinte, da ich ein Zeitzeuge sei und das deutsch-deutsche Thema sehr humoristisch und satirisch betrachte, könnten sie sich eine Biografie gut vorstellen. Dann hat mich das irgendwie doch gereizt. Denn was habe ich schon zu verlieren?
Sie sind erst 50, nicht zu früh für eine Biografie?
Straché: Wenn man schreiben kann, kann man auch mit drei Jahren eine Biografie verfassen – wenn man in den drei Jahren etwas Spannendes erlebt hat. Andere schenken sich zum 50. eine tolle Reise, ich habe mir eine zu mir selbst geschenkt.
Sie haben in der ehemaligen DDR, genauer in Leipzig, die Schauspielschule besucht. Dort haben Sie auch vor der Einheit politisches Kabarett gespielt. Wie war das überhaupt möglich, Kritik am System zu äußern?
Straché: Wir haben nicht das journalistische Kabarett gemacht - wie etwa Dieter Hildebrandt, der auch Politiker-Namen nennen konnte. Das war bei uns nicht möglich. Wir haben die theatralische Form des Kabaretts gewählt. Wir haben Figuren sprechen lassen. Der Staat hat sich einen Hofnarren geleistet, weil er eine gewisse Ventil-Funktion hatte. «Die Leute, die Kabarett-Karten ergattern konnten, was konnten die schon ausrichten?», hat sich der Staat gedacht. Es war dann auch mal wieder Ruhe im Karton, weil auf der Bühne Sachen gesagt wurden, die die Leute in ihren Betrieben unter den normalen DDR-Verhältnissen nicht sagen konnten. Sie konnten dann immerhin lachen, weil wir es gesagt haben.
In ihrem Buch geht es auch um den Humor der Deutschen. Ist der Osten oder der Westen humorvoller?
Straché: Ich kann es nicht trennen. Das einzige, was mir im wiedervereinten Deutschland fehlt, sind die politischen Witze, die wir natürlich in der DDR hatten. Die gibt es nicht mehr, weil jeder alles sagen darf.
Das ganze Interview kann man hier lesen: Klick mich!!!























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