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Aber, woher kommt dieser Aberglaube eigentlich?
Vom Prinzip ist es wirklich nur ein Aberglaube, denn Freitag der 13. gilt eher als 'selbsterfüllende Prophezeiung'. Denn de facto ist es so, dass den Menschen tatsächlich mehr passieren kann an diesem Tag, allerdings nur, weil die Menschen sich fürchten, dass etwas passiert und das eigene Verhalten die Erwartungen bestätigt.
Aber was hat es mit der Zahl auf sich? Aus unterschiedlichen Gründen haben die Menschen Angst vor der Zahl 13, wobei es auch eine Menge Leute gibt, die die 13. als ihre Glückszahl sehen. Die Angst vor der 13 nennt sich „Triskaidekaphobie“ und ist eine übersteigerte Angst vor der Zahl. Aus diesem Grund lassen viele Hotels das Zimmer Nummer 13 aus, und in Flugzeugen gibt es keine Reihe Nummer 13. Damit sollen Probleme vermieden werden.
Und was ist es mit der 13? Ein Ansatz aus der Bibel: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Personen am Tisch. Nummer 13 war Judas, der Jesus später verriet.
Aber, das ist nicht das einzige, denn es gibt einen weiteren Ansatz, der älter ist, als alles andere:
Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen waren die menschlichen Urgesellschaften Matriarchate. Das heißt, Frauen hatten entscheidenden Einfluss auf die kulturellen und sozialen Errungenschaften der Vorgeschichte.
Fundstücke aus der Altsteinzeit zeigen, dass die ersten Menschen ihre Zeit nach Mondmonaten einteilten. Eine Mondphase von 28 Tagen entsprach dem weiblichen Menstruationszyklus. Ein Mondjahr hatte 13 Monate (13 x 28 Tage = 364 Tage). Das Wort Menstruation hat übrigens seine Wurzel im lateinischen „mensis“, also „Monat“.
Spätere Kulturen orientierten sich in ihrer Zeitrechnung nicht mehr am Mond, sondern an der Sonne. Ein Sonnenjahr dauert exakt 365, 2422 Tage. Es ist gekennzeichnet durch vier herausragende astrologische Ereignisse: Zwei Sonnenwenden und zwei Tag-und-Nacht-Gleichen.
Damit sich die Zahl der Monate gleichmäßig auf die Jahreszeiten aufteilen ließ, musste sie also durch vier teilbar sein. Die zwölf Sonnenmonate waren geboren. Allerdings ging nun die Rechnung mit den Tagen nicht mehr auf. Deshalb sind die Monate im Sonnenkalender unterschiedlich lang.Der Übergang von der 13 zur 12 bezeichnet also eine neue Zeitrechnung. Damit einher ging ein Umbruch der Gesellschaft. Das Patriarchat und seine männlichen Götter verdrängten die alte matriarchale Weltordnung mit ihren weiblichen Göttinnen.
In diesem neuen Weltbild musste auch der Freitag suspekt sein. Denn Freitag ist der Tag der altnordischen Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Und deren heilige Zahl war eben die 13.
Am Freitag den 13. im Mai 1927 gab es den großen Börsencrash und wurde bekannt unter dem Namen 'Schwarzer Freitag'. Schwarz wird mit etwas dunklem oder gefährlichem verbunden.
Es gibt also grunsätzlich keinen Grund, dass an einem Freitag den 13. etwas schlimmes passiert, so lange wir nicht daran glauben. Denn unser Verhalten lässt und sonst Dinge passieren lassen, oder vielleicht auch Geschehnisse als 'Schlimmes' einschätzen lassen, die an jedem andern Tag gar nicht so schlimm wären.
























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