Sonntag, 31. Oktober 2010

Die zehn besten Krimis für den November

Eingestellt von Falballa um Sonntag, Oktober 31, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Auf Büchermarkt findet man wieder einmal die zehn besten Krimis für den nächsten Monat. Hier einmal die Liste für euch:

1. (1) Don Winslow: Tage der Toten.Suhrkamp
USA/Mexiko/Mittelamerika: Dreißig Jahre Drogenkrieg, Antikommunismus, Mord, Folter, Armut und imperiale Gewalt. Don Winslows Epos um US-Drogenfahnder Art Keller und seine keineswegs private Fehde mit den Barreras aus Guadalajara ist das „Krieg und Frieden“ unserer Tage. Epochal, grandios, erschütternd.

2. (-) Zoran Drvenkar: DU. Ullstein
Berlin/Norwegen: Du. So wird jeder im Roman angeredet: der Serienkiller, der Gangster, die fünf sechzehnjährigen Mädchen, die im Haus eines ihrer Väter auf ein Drogenreservoir stoßen, und der tote Vater selbst. So angesprochen, haben sie Teil am blutig-schrillen Kosmos des Erzählers. Très noir.

3. (5) David Peace: Tokio, besetzte Stadt. Liebeskind
Tokio 1948: Als Amtsarzt, vorgeblich im Auftrag der US-Besatzungsbehörden, impft er die Angestellten einer Bank: von 16 Vergifteten überleben 4. Nach Polizeifolter geständig verurteilt: Aquarellmaler Hirasawa. Peace auf neuem Weg: 12 Zeugen, 12 Wahrheiten über Kriegs- und Nachkriegsverbrechen, Biologische Waffen, Besatzung. Meisterhaft.

4. (4) Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers. Metro im Unionsverlag
Accra/Sonokrom: Yaw Poku, traditioneller Jäger, und Kayo, in England ausgebildeter Tatortanalytiker. Zwei Ermittler, zwei Kulturen, zwei Lösungen. Ohne die Mätresse des Ministers wäre im Dorf Sonokrom nur ein Stück Fleisch vergammelt, jetzt ist es Mord im unzivilisierten Hinterland Ghanas. Satirisch, poetisch, ein Kleinod.

5. (-) Heinrich Steinfest: Batmans Schönheit. Piper
Wien: Krimi und literarische Engelserscheinung, Apotheose eines Krebses namens Batman und – vorläufig - letzter Fall des einarmigen chinesischen Detektivs Cheng aus Wien. Cheng rettet Red und Red rettet ein Kind, heißt eigentlich Ernest Hemingway und ist ein sanfter Mann. Kryptosurrealistisches Mentaltraining.

6. (9) Thomas Willmann: Das finstere Tal. Liebeskind
Deutsches Gebirgstal/Wilder Westen: Greider dringt in das abgelegene Hochtal vor, wo die Brenners mächtig sind. Den Winter über malt er ein Gruppenbild. Am Ende werden alle Porträtierten tot sein. Eine Gewaltgeschichte – jedes Komma 19. Jahrhundert. Alpin-Western und Blutheimat-Roman. Tolles Stück.

7. (-) Anne Holt: Gotteszahl. Piper
Oslo/Bergen: Mit bloßen Füßen steht das Kind im Schnee und singt – und bemerkt die heranrollende Straßenbahn nicht. Ähnlich ahnungslos ist die Polizei. Erst spät begreift sie, dass Hassmörder Homosexuelle ausrotten. Das entdecken Kriminologin Inger Johanne und Mann, aber verhindern können sie das Morden nicht.

8. (3) Jenny Siler: Verschärftes Verhör. Fischer
Afghanistan/Vietnam/Marokko/Spanien: Geheimdienstler gieren überall nach Information. Der junge Jamal behauptet, in Madrid einen iranischen Ex-Mitgefangenen gesehen zu haben. Kat hat Jamal in Bagram verhört, jetzt zieht sie los, ihn zu finden. Oder hilft sie, ihn umzubringen? Silers US-Empire: ein Weltmeer der Gewalt.

9. (-) Oliver Bottini: Das verborgene Netz. Scherz
Freiburg/Berlin: Nach dem Entzug darf Louise Bonì wieder arbeiten. Ein Routinefall im Halbdunkel eines Berliner Hotelflurs: Mann zusammengeschlagen, der Frau bedrohte. Im 5. Fall Bonìs geht es um Licht und saubere Energie, die Allgegenwart der Spione und gierige Frauen. Leise Paranoia-Induktion.

10. (-) Martin Booth: The American. Rowohlt
Eine kleine Stadt in Italien: Hier lebt in einem turmähnlichen Gebäude Signor Farfalla, der Schmetterlingsmaler. Ganz im Geheimen – und doch nicht so geheim: Sonst gäbe es dieses Buch nicht. Farfalla redet. So erfahren wir nach und nach, warum er auf der Hut lebt: Er ist ein Ästhet besonderer Art.

Die Liste ist übernommen von Büchermarkt.de

WDR und die falsche Zeitung

Eingestellt von Falballa um Sonntag, Oktober 31, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Vielleicht wid das einigen nicht gepasst haben, und sicherlich haben viele erst einmal komisch aus der Wäsche gekuckt, als am Donnerstag beim WDR eine falsche Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift WDR Print rumging. Diese war nämlich nicht wie sonst, denn sie enthielt ziemlich böse, aber ehrliche Kritik am Sender und den der Führung.

Diesen Donnerstag wird man beim WDR in Köln nicht so schnell vergessen und so mancher Mitarbeiter freut sich auf eine ausgiebige Wochenendlektüre, denn die am Donnerstag verteilte Ausgabe der Hauszeitung "WDR Print" war unerwartet lesenswert: Sie war eine Fälschung. Als Ausgabe für den November 2011 getarnt, vermeldete die vermeintliche Hauszeitung der größten ARD-Anstalt spektakuläre Neuigkeiten. Auf der Titelseite grüßt die Maus mit erhobener Faust, der Aufmacher trägt die Überschrift "Auferstanden von den Quoten" und erzählt von einer Wende im WDR.

Der Tenor der fiktiven Hauszeitung, die über den hausinternen Postverteiler sowie in der Kantine verbreitet wurde, ist klar: Der WDR arbeite künftig an einem besseren Programm. Die Art und Weise wie dies ein Team von rund 50 Mitarbeitern in der 16-seitigen Zeitung umgesetzt hat, ringt einem Respekt und Anerkennung ab: Selten traf bitterböse Kritik so charmant verpackt ihr Ziel mitten ins Schwarze. Wer genau dahinter steckt, ist unklar. Unterstützt wurde das Projekt allerdings von der Deutschen Journalisten Union bzw. Verdi.


WDR Print Plagiat
© Anonym
Die Gags und feinen Spitzen ziehen sich von der ersten bis zur letzten Seite dieser selbsternannten "Zukunftsausgabe". Günther Jauch habe man abgesagt, weil er zu teuer sei. Den Rundfunkrat habe man durch ein Zuschauerparlament ersetzt. Sendungen wie "Tiere suchen ein Zuhause" werden eingestellt ("Der Sender will sich nicht länger vorwerfen lassen, sein Programm sei auf den Hund gekommen"), dafür gebe es neue Sendungen wie die neue Reportage-Reihe "Potthässlich" über die schlimmsten Städte NRWs ("Zwischen Bottrop und Quadrath-Düsseldorf wartet ein ganzes Bundesland    darauf,    neu entdeckt zu werden – und zwar so, wie es wirklich ist: Potthässlich").

In einem offenen Brief mit der Headline "Mutig in die Zukunft" schreibt WDR-Intendantin Monika Peel - mit nebenstehendem Foto von Monika Piel im Outfit von Agentin Emma Peel - über eigene Fehler. Eine Konferenzquote soll künftig regeln wieviel Arbeitszeit ein WDR-Mitarbeiter künftig in sinnlosen Konferenzen verbringen darf. Im Portrait wird der Job des "Löschkassettenwarts" vorgestellt, der beim WDR für das Löschen alter Aufnahmen zuständig sei. Dazu der passende Info-Kasten "Wie wird man Löschkassettenwart?". Für Lacher sorgt auch der Artikel "Chillout-Ecke: Wellness im WDR".

Sowas finde ich absolut klasse. Solange die Kritik in angemessener Form vorgetragen wird und nicht nur Hetze und Böse ist, find ich die Idee gut. Schließlich bekommt der Sender so aus eigenen Reihen gesagt, was schief läuft und hat die Möglichkeit, etwas zu verändern.

Samstag, 30. Oktober 2010

"World Fantasy Lifetime Achievement Award"

Eingestellt von Falballa um Samstag, Oktober 30, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Eine Mitteilung:

Der Bestsellerautor Terry Pratchett, bereits 1998 von Königin Elizabeth II mit dem Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet und 2008 für seine Verdienste um die Literatur zum Knight Bachelor ernannt, erhält kommenden Sonntag den World Fantasy Lifetime Achievement Award.

Weitere Preisträger sind Brian Lumley und Peter Straub. Die Auszeichnung wird verliehen im Rahmen der 36. World Fantasy Convention, die von 28.-31. Oktober in Columbus, Ohio, stattfindet. Mehr unter www.worldfantasy.org/awards.

Soeben bei Manhattan erschienen ist Terry Pratchetts 32. (!) Scheibenwelt-Roman, kommende Woche auf Platz 14 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Herzlichen Glückwunsch.

Sarrazin bricht alle Rekorde

Eingestellt von Falballa um Samstag, Oktober 30, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Ein Buch, das Deutschland spaltet. Und offenbar gibt es viele Leute, die Interesse an dem Thema haben. Mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" hat er jetzt einen Verkaufsrekord gebrochen.

Es ist das meistverkaufte Politik-Sachbuch eines deutschen Autors des Jahrzehnts. Allerdings wurden keine genauen Verkaufszahlen genannt, natürlich aus Datenschutzrechtlichen Gründen.

Das Buch erschien Ende August dieses Jahres und hat sich angeblich öfter verkauft als der Bestseller "Außer Dienst" von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Bei allen politischen Sachbüchern seit 2000 hat er sich auf Platz zwei geschrieben.

Ich meine gehört zu haben, dass das Buch mittlerweile 1,2 Millionen verkauft worden ist. Das ist nicht wenig.

Hat jemand von euch das Buch gelesen?

Freitag, 29. Oktober 2010

Noch ein Promi-Magazin

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 29, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Die WAZ-Gruppe springt jetzt auf einen beliebten Zug auf und hofft, dass es noch mehr Leute gibt, die nicht genug über das Leben der Promis wissen können. Deswegen setzen sie jetzt auf ihr neues Promi-Magazin mit dem Titel "Die Prominente".

Das Magazin ist bereits heute auf den Markt gekommen und soll vor allem die jüngeren Frauen ansprechen. Das letzte Magazin "Chatter" ist ziemlich gefloppt und bereits in Vergessenheit geraten. Jetzt will man einen neuen Versuch starten. Dieses Magazin soll eine Erweiterung zu "die aktuelle" und "Frau im Spiegel" sein.

© WAZ Mediengruppe
Die Startauflage liegt bei 500.000 Exemplaren - man hat sich Großes vorgenommen. Das Magazin wird mit 60 Seiten Inhalt in den Regalen liegen und auf Hochglanzpapier gedruckt sein. Käuflich erwerben kann man es für einen Euro.

Die Chefredaktieurin ist Anne Hoffmann die bereits veranwortlich ist für "die aktuelle" und "Frau im Spiegel".

"Wir erzählen viele gute Promigeschichten modern und ein bisschen frech - aber vor allem anders", sagte Hoffmann zum Konzept von "die prominente". Neben Einblicken in die Welt der Promis sollen zudem "interessante Lifestyle-Themen" ihren Platz finden.
 Hmm.. Auch dieses Magazin wird von mir nicht gekauft werden. Und ich rechne ihm auch keine großen Chancen aus. Leider sehe ich in diesem Bereich das Internet als bessere Bezugsquelle.

Ein persönliches Weihnachtsbuch gesucht?

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 29, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post





Pünktlich zu Weihnachten, oder in der vorweihnachtlichen Zeit, muss man sich auf die Suche nach Geschenken begeben. Und manche wollen eben etwas besonderes verschenken, dass wissen auch die Firmen. Jetzt kann mein ein persönliches geschenk bei framily. de erstellen und sicherlich damit punkten.

Hinter dem Projekt steht die Verlagsgruppe Oetinger und bietet damit die Möglichkeit zu personalisierten Büchern mit den Kinderbuchfiguren des Verlags.


Den Anfang machen "Mein Fußballbuch", "Ich hab dich so lieb" und "Komm, wir feiern deinen Namen" - bei diesen Büchern die Liebsten, das frischgebackene Kindergartenkind, den Schulanfänger oder das Geburtstags- oder Patenkind zum Held gemacht werden. Los geht es nach Mitteilung von Oetinger am 1. November; 2011 folgt "Ein Tag mit den Olchis".

Mit dem Konfigurator auf framily.de können diverse Alternativen vorgegeben werden, um den Protagonisten seinem lebenden Vorbild optisch anzupassen (Junge, Mädchen, Haarfarbe, Frisur, Brille, ja oder nein, etc.).
In "Ich hab dich so lieb" könne der Schenkende sogar Einfluss auf die charmanten Geschichte nehmen, heißt es in der Mitteilung des Verlags. Selbstverständlich kann der Name der Hauptperson eingefügt werden und das in allen Büchern, inkl. Widmung, nicht nur im "Komm, wir feiern deinen Namen". In dem ist es zusätzlich möglich, der Geschichte durch die Auswahl der Buchstaben eine ganz eigene Note zu geben. Beim E zum Beispiel stehen gleich vier Tierdarstellungen Pate (Elch, Elefant, Ente, Esel). Auch diese beiden Bücher lassen sich spielend individuell gestalten.

Vielleicht hat ja einer von euch noch nicht das richtige Geburtstagsgeschenk?! Dann schaut jetzt bei >>>>>>> framily.de vorbei.

"Lese ist die Grundlage jeglicher Bildung"

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 29, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Christian Wulff ist noch nicht lange unser Bundespräsident, hat aber kürzlich mit zwei Reden sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und viel Respekt erhalten.

Jetzt ist er der neue Schirmherr des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels und sagte zu seiner Amtseinführung: "Lesen ist die Grundlage jeglicher Bildung. Mit dem Vorlesewettbewerb vermittelt der Börsenverein Kindern und Jugendlichen seit mehr als 60 Jahren Spaß am Lesen und Vorlesen"

In diesem Jahr findet der Vorlesewettbewerb bereits zum 52. Mal statt und beginnt auf der Klassenebene der jahrgangsstufe 6.

Der Vorlesewettbewerb findet in diesem Jahr zum 52. Mal statt. Er beginnt auf Klassenebene in der 6. Jahrgangsstufe und endet nach vier weiteren Entscheidungsrunden mit dem Finale der Landessieger im Juni 2011. Schulen, Buchhandlungen, Bibliotheken und andere kulturelle Einrichtungen organisieren vor Ort die Vorentscheide. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 660.000 Sechstklässler aus rund 7.600 Schulen daran.

Der Mann wird mir tatsächlich immer sympathischer! Aber, ist Lesen wirklich die Grundlage jeglicher Bildung? Ich meine, wirklich zwingend? Ich glaube, einerseits hat er vollkommen recht, wenn wir an unser Schulsystem denken, denn ohne Lesen geht gar nichts. Allerdings, muss ich auch sagen, soviele Analphabeten wie es gibt, die unser Schulsystem überleben und einen Abschluss haben, stimmt die Aussage nicht zu 100%, denn nicht alle Analphabeten sind ungebildet!



Lust auf 24 Stunden lesen mir netter Begeleitung?

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 29, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Dann mach doch einfach mit beim 2. Read-A-Thon von lovelybooks. Der startet schon nächstes Wochenende und ist für alles Leseratten natürlich ein Muss!

Los gehts am 06.11.2010 um 09.00 Uhr und Ende ist dann am 07.11.2010 um 09.00 Uhr. Lovelybooks hat extra dafür eine Aktionsseite eingerichtet, so dass diesmal nicht nur Blogs, sondern alle Lesefreudigen teilnehmen können. Dort werden alle teilnehmenden Blogs eingetragen, die sich vorher HIER melden. Außerdem gibt es eine Twitterwall, auf die bin ich besonders gespannt, auf der das ganze Twittergeschehen verfolgt werden kann.

Ich kann leider nicht teilnehmen, weil ich zwischendrin einige Stunden arbeiten bin, aber vielleicht schaffe ich es zum nächsten Mal. Vielleicht macht ja jemand von euch mit?

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Tauchticket verliert Fans, Swappii wird geboren

Eingestellt von Falballa um Donnerstag, Oktober 28, 2010 2 Kommentare Links zu diesem Post


Ich habe gerade im Blog von Melanie von dieser neuen Plattform gelesen und möchte sie euch natürlich vorstellen. Ich weiß das viele von euch Tauschticket nutzen, bzw. genutzt haben, bis der Service kostenpflichtig geworden ist. Jetzt haben sich zwei gedacht, warum nicht eine neue Plattform schaffen, die quasi Tauschticket ersetzt, und weiterhin kostenlos ist.

Die Seite ist noch komplett neu und deswegen ist die Auswahl noch klein, was sich aber sicherlich bald ändern wird. Ich vermute, wenn sich rumgesprochen hat, dass es wieder einen kostenlosen Service gibt, werden viele dorthin wechseln.

Erstellt wurde die neue Plattform von Kerstin und Partner, und läuft erst seit kurzer Zeit.

Hat schon jemand von euch die Seite ausprobiert? Wer wird dorthin gehen? Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen!

Hier gehts zu Swappii!!

"Bücher" kommt nach der Insolvenz wieder auf den Markt

Eingestellt von Falballa um Donnerstag, Oktober 28, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Erst vor kurzem musste das Magazin "Bücher" abgesetzt werden, weil der VVA Verlag Insolvenz angemeldet hat. Jetzt hat sich der Kieler falkmedia Verlag die Rechte an dem Magazin gesichert und wird das Magazin schon bald wieder auf den Markt bringen.

Zuletzt ist das Magazin im April/Mai 2010 erschienen, jetzt kommt es im Dezember 2010 schon wieder. Der Falkmedia Verlag hat jetzt eine Weiterführung des Magazin bestätigt:

Durch BÜCHER möchten wir unsere Positionierung als Literatur liebender und fördernder Verlag auf dem hart umkämpften Zeitschriftenmarkt weiter stärken”, so Verleger Kassian Alexander Goukassian. “Nach dem erfolgreichen Start des hörBücher-Magazins im Jahre 2007 ist es uns eine Freude, nun auch den Buch-Bereich mit einem Publikumsmagazin abdecken zu dürfen.

Wer bisher ein Abo der Zeitschrift hatte und in den letzten Monaten keine Zeitschrift erhalten hat, bekommt die neue, im Dezember erscheinende Ausgabe.


http://www.buecher-magazin.de/

Dienstag, 26. Oktober 2010

Rezension: Morbus Dei:Die Ankunft von Zach/Bauer

Eingestellt von Kendra um Dienstag, Oktober 26, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post



....wenn es bitterkalt wird.....


Klappentext des Inhaltes:

Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedenen von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend.
Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt- Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern.
Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt....



Meine Meinung:

„Morbus Dei: Die Ankunft“ von dem Autorengespann Zach/Bauer ist ein mysteriöses und fesselndes Buch, dass den Gänsehautfaktor gekonnt beinhaltet.

Bereits das düster gehaltene Cover, auf dem ein Mann in einer Kutte zu erkennen ist, der eine Art Buch in den runzligen Händen trägt, spiegelt gekonnt den atemlosen und mehr als gruseligen Inhalt wieder.
Ansonsten ist das Buch jedoch in der Aufmachung nicht sehr spektakulär gestalten worden und verlässt sich auf die Qualität des Inhaltes, anstatt des Designs. Doch mit recht, denn die Handlung sprüht förmlich vor Spannung und Geheimnissen.

Alles beginnt vor 300 Jahren als Johann sich schwerverletzt zu einem Bergdorf schleppt und dort auf Hilfe und Genesung hofft.
Zum Glück gibt es Elisabeth , die Tochter eines strengen und ziemlich unfreundlichen Bauerns, der ihn am liebsten auf seiner Türschwelle liegen lassen würde.....doch das Mädchen erbarmt sich seiner und mithilfe ihres Großvaters pflegt sie ihn gesund. Während Johann seinen Dank in Form von Arbeit beim Bauern ausdrücken will, entdeckt er schon bald dass einiges anders in diesem Dorf zu sein scheint.
Sogar das Gebet beinhaltet einen zusätzlichen Text, den er noch nie gehört hat.
Doch niemand von den anfangs befremdlichen und mehr als seltsamen Bewohnern möchte ihm etwas näheres sagen. Sie bleiben weiterhin schweigsam.

Doch nachdem eine Kuh auf einer Weide, angrenzend am dichten Wald, gerissen wurde, bricht jemand das eiserne Schweigen und berichtet ihm von den Ausgestoßenen Menschen/Wesen, die tief im Wald in einer alten Ruine hausen und sich in den besonders kalten Winternächten etwas zum Essen holen......außerdem seien außer Tiere auch Menschen verschwunden.....
Johann, der nicht viel auf dieses Ammenmärchen gibt, stellt schon bald fest, dass an jeder noch so Hirnrissigen Geschichte ein Funken Wahrheit steckt.
Vor allem als er feststellt, dass der Dorfpfarrer etwas verbirgt...
Als auch noch eine Kompanie von Soldaten ins Dorf kommt um dort Rast einzulegen, kommt es zu Streiterein die letztendlich eskalieren.....
Und bald müssen sie sich zusammen und nicht ganz freiwillig dem „Feind“ stellen....


Das Buch überzeugte mich mit den teils dramatischen und mit den viel enthaltenden horrorhaften Szenarien.
Viel Blut, viele Tote und einige traurige Schicksale machen diesen Roman mehr als düster. Auch das Ende hat es mehr als in sich, denn nicht nur viele Leichen werden als Höhepunkt aufgefahren, nein, auch ein erschreckender Epilog lässt den Leser den Atem gefrieren. Brilliant.


Buchinformationen:
Verlag: HaymonVerlag, ISBN: 9783852188461, Preis: 9.95 €



Autoreninformation:

Bastian Zach, geboren 1973 in Leoben. Grafik Designer ,seit 2007 Schnitt&Synchron-regisseur.

Matthias Bauer, geboren 1973 in Lienz. Studium der Geschichte und Volkskunde in Innsbruck, Tätigkeiten im Verlags-und Ausstellungsbereich sowie in der Erwachsenenbildung.

(Quelle: aus dem Buch Morbus Dei)


Vielen lieben Dank an den HaymonVerlag für dieses Rezensionsexemplar.

Immer diese Schwestern

Eingestellt von Falballa um Dienstag, Oktober 26, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Kennt ihr diese Frau? Ihr Name ist Auma, und sie hat einen sehr berühmten Bruder - Halbbruder! Sie sind nicht gemeinsam aufgewachsen, haben aber irgendwann den Kontakt zueinander gefunden.

Ihr voller Name ist Auma Obama, damit ist sie die Halbschwester von Barack Obama, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und somit des mächtigsten Mannes der Welt.

Sie ist 50 Jahre alt und stellt sich selbst am liebsten nur als Auma vor - verständlich, wie ich finde.Lange zeit hat sie in Deutschland gelebt, ihre Wurzeln liegen allerdings in Kenia. Jetzt schreibt sie ein Buch über ihre beiden Kulturen, ihr Leben und den berühmten Bruder.

Sie und Barack Obama lernten sich erst in den 80'ern kennen. Sie war zu der Zeit im Rahmen ihres Studiums in Deutschland, für insgesamt 16 Jahre. In dieser Zeit nahm Barack Kontakt zu ihr auf, und beide erkundeten ihre gemeinsamen Wurzeln und ihre ursprüngliche Kultur auf einer gemeinsamen Reise durch Afrika.

Auf Focus.de gibt es dann ein Interview mit Auma:

FOCUS Online: Auma, Sie sind in Kenia aufgewachsen. Wenn Sie als Kind nicht artig waren, drohte Ihnen Ihre Großmutter immer damit, Sie für ein paar Kühe an den Nachbarn zu verscherbeln, wie es für Mädchen üblich war. Als Schwester von Barack Obama kennen Sie heute Frauen wie Hillary Clinton, die Präsidentin der Vereinigten Staaten werden wollte. Lassen sich diese kulturellen Gegensätze begreifen?

Auma Obama: Meine Großmutter drohte scherzhaft, weil ich unsere kulturellen Sitten hinterfragt habe. Natürlich ist es manchmal schwierig, diese Gegensätze zu begreifen. Deshalb ist es umso wichtiger, den Menschen hinter dem großen Namen zu sehen. Auch Hillary Clinton ist ein ganz normaler Mensch – und letztlich genauso wichtig oder unwichtig wie meine Oma, die in einfachen Verhältnissen auf dem Land lebt.

FOCUS Online: Sie haben ein Buch über Ihr Leben zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kulturen geschrieben. Warum der Titel „Das Leben kommt immer dazwischen“?

Obama: Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch nennen soll, wie ich all das, was ich erlebt habe, in einem Satz zusammenfassen kann. Irgendwann bin ich auf den Satz von John Lennon gestoßen „Life is what happens to you while you’re busy making plans”. Und es stimmt: Man macht Pläne – und dann kommt etwas dazwischen, das Leben.

FOCUS Online: Wenn Sie Ihr Buch heute in Händen halten und damit ihr gesamtes Leben – bereuen Sie im Rückblick irgend etwas? Hätten Sie manches gerne anders gemacht?

Obama: Bereuen würde ich nicht sagen. Denn man kann im Leben sowieso nicht alles kontrollieren – und insofern hätte ich vieles gar nicht ändern können, selbst wenn ich gewollt hätte. Aber natürlich gibt es Dinge, von denen ich im Nachhinein sagen würde, es wäre schön gewesen, wenn sie anders gelaufen wären. Zum Beispiel hätte ich gerne, dass mein Vater noch lebt. Aber das kann und konnte ich nicht beeinflussen.

FOCUS Online: Sie haben Ihren Bruder Barack erst kennengelernt, als Sie 25 Jahre alt waren. Bereuen Sie nicht, dass Sie nicht früher den Kontakt gesucht haben? Das hätten Sie in der Hand gehabt.

Obama: Nein, überhaupt nicht. So war es einfach. Ich habe ihn ja vorher nicht vermisst – weil wir zwar voneinander wussten, aber uns nicht persönlich kannten. Ich mag unsere Beziehung, so wie sie ist.

FOCUS Online:
Sie und Ihr Bruder hätten kaum unterschiedlicher aufwachsen können. Als Kind waren Sie einer sehr strengen Erziehung unterworfen. Zu Hause in Kenia herrschte Disziplin und Gehorsam. Wann hatten Sie zum ersten Mal das Gefühl, wirklich frei zu sein?

Obama: In Deutschland. In Kenia hatte ich immer das Gefühl, für die Frau ist kaum Raum, um sich zu entfalten. Ich war schon als Kind sehr eigensinnig, habe alles hinterfragt – und dieses Rollenverständnis hat mir einfach nicht eingeleuchtet. Ich wollte selbst über mein Leben bestimmen – und das konnte ich zum ersten Mal während meines Studiums in Heidelberg. Niemanden interessierte hier, dass ich eine Frau bin. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass meine Meinung wirklich zählte.

FOCUS Online:
Warum wollten Sie ausgerechnet nach Deutschland?

Obama: Mich hat schon früh die deutsche Literatur fasziniert. Ich habe Brecht und Böll verschlungen. Vor allem in der deutschen Nachkriegsliteratur habe ich mich wiedergefunden – in den Geschichten über Verlust, Hunger und Identität. Ich wollte die Heimat der Helden meiner Jugend kennenlernen.

FOCUS Online: Haben Sie das Gefühl, in Deutschland hat sich viel verändert seit Ihrer Studienzeit?

Obama: Es sind immer noch überall Baustellen. Nein, im Ernst: Was mich wirklich schockiert hat in den letzten zwei Wochen, ist die Debatte über Integration. Da habe ich mich schon gefragt: Hat sich hier denn gar nichts getan?

FOCUS Online: Machen die Deutschen also Rückschritte?

Obama: Man darf natürlich nicht alle über einen Kamm scheren, aber in Bezug auf die Integrationsdebatte – ja. Die Deutschen müssen erkennen, dass Integration durchaus stattfindet. Sie dürfen Integration nur eben nicht als Assimilation begreifen. Von Ausländern darf nicht verlangt werden, dass sie sich von ihrer Kultur und ihren Traditionen entfremden. Integration muss heißen, miteinander zu leben, von den verschiedenen Kulturen zu lernen – und die eigene Kultur zu bereichern.

FOCUS Online: Geben Sie Ihrem Bruder manchmal politische Ratschläge?

Obama: Nein, ich mische mich da nicht ein. Das ist seine Arbeit – und die macht er sehr gut.

FOCUS Online: Hat sich Ihr Bruder verändert, seit er Präsident ist?

Obama: Er ist viel beschäftigter als vorher. Aber er ist immer noch mein Bruder. An unserer Beziehung hat sich nichts geändert.

FOCUS Online: Ihr Bruder hat es im Moment nicht leicht. Die Demokraten geben ihm die Schuld an den miesen Umfragewerten. Ruft er sie manchmal an und sagt: „Auma, so ein Mist! Was soll ich tun?“

Obama: Nein. Mein Bruder ist Optimist. Bei ihm ist das Glas halb voll und nicht halb leer.

FOCUS Online: Apropos halb. Warum mögen Sie den Begriff Halbschwester nicht?

Obama: Weil es so etwas bei uns gar nicht gibt. Mein Bruder ist mein Bruder. Dass er eine andere Mutter hat, ändert für mich nichts daran. Ich bin zwar nicht in einer polygamen Familie aufgewachsen, aber in einer polygamen Gesellschaft. Wir unterscheiden nicht zwischen Halb- und Vollgeschwistern.

FOCUS Online: Was ist die größte Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und Ihrem Bruder?

Obama: Dass wir beide an den positiven sozialen Wandel glauben – und daran, dass wir etwas dazu beitragen können. Wir beide sind Kämpfernaturen.

FOCUS Online: Nervt es Sie manchmal, dass auch Sie jetzt im Fokus der Öffentlichkeit stehen?

Obama: Es nervt mich weniger, als es mich erstaunt. Die große Leistung hat doch mein Bruder vollbracht. Um unnötige Aufregung um meine Person zu vermeiden, stelle ich mich deshalb oft nur mit meinem Vornamen vor.

FOCUS Online: Empfinden Sie den Namen Obama als Druck?

Obama: Nicht unbedingt als Druck, aber als große Verantwortung, ja. Vor allem weil mir Türen geöffnet wurden, will auch ich anderen Türen öffnen. Allerdings mache ich den Leuten von vornherein klar, dass sie es mit Auma-Normalverbraucher zu tun haben – und nicht mit einem Übermenschen.

FOCUS Online: Sie arbeiten seit ein paar Jahren für die Hilfsorganisation Care International. Warum sind Sie dafür nach Kenia zurückgekehrt?

Obama: Ich habe früher schon mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. In England zum Beispiel. Hier hatte ich allerdings das Gefühl, nichts bewirken zu können. Die Jugendlichen hier hatten weniger materielle Probleme. Ihre Probleme saßen in den Köpfen, sie waren kulturell bedingt. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich als jemand, der nicht aus dieser Kultur kommt, daran nichts ändern kann. Also habe ich den Entschluss gefasst, nach Kenia zurückzukehren. Ich wusste, hier kann ich etwas erreichen – weil ich die Kultur kenne und sie besser verstehe. Außerdem hatte ich das Gefühl, etwas zurückgeben zu müssen.

FOCUS Online: Ihre Projekte in Kenia und auch anderen Ländern Afrikas stehen unter dem Motto „Sport für sozialen Wandel“. Warum gerade Sport?

Obama: Über den Sport kommen wir an den Menschen heran. Es geht nicht um Leistung, sondern darum, dass Kinder Gelegenheit bekommen, zu spielen. Die Kinder, die wir betreuen, sind oft obdachlos, müssen Geld verdienen, sich um den Haushalt und ihre Geschwister kümmern. Uns geht es darum, das Selbstbewusstsein dieser Kinder zu stärken, sie zu unterstützen, sie mit Essen zu versorgen, sie über Krankheiten aufzuklären – und sie zu fördern. Unser Ziel ist es, dass diese Kinder als Erwachsene ein unabhängiges und menschenwürdiges Leben führen können.

FOCUS Online: Wollen Sie für immer in Kenia bleiben?

Obama: Das kann ich noch nicht sagen. Soweit plane ich nicht. Denn das Leben kommt sowieso immer dazwischen.

Montag, 25. Oktober 2010

Eine E-Book Plattform wird kommen

Eingestellt von Falballa um Montag, Oktober 25, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
© istockphoto
Gerade habe ich auf boersenblatt davon gelesen und natürlich möchte ich euch, zumindest den wenigen die sich schon mit E-Books beschäftigen, diese Ankündigung nicht vorenthalten.

Der Vorstandschef von Bertelsmann hat bereits auf der Frankfurter Buchmesse erste Andeutungen gemacht, nur keine ahnte, was dahinter steckt. Dort erzählte unter anderem von einem neuen Online-Kiosk namens Pubbles, dass Bertelsmann zusammen mit Holtzenbrinck eröffnen wolle. Dabei soll es sich um eine "moderne Form der Online-Biblothek" handeln.

Jetzt ist raus, dass es sich dabei wohl um ein Projekt von Random House und Holtzbrinck handelt, die 2011 gemeinsam eine E-Book Plattform Premium eröffnen wollen.

Dass Ostrowski kein weiteres, bisher nicht öffentlich bekannt gewordenes Gemeinschaftsprojekt meinte, sondern Premium, ergab eine Nachfrage bei Holtzbrinck.
Ostrowski betonte beim 28. Mediengipfel: "Die Medienunternehmen sind so gut durch die Krise gekommen wie kaum eine andere Branche". Er sei selten so optimistisch gewesen wie jetzt. Bertelsmann stehe vor einem Rekordjahr. "Wir sind guter Hoffnung, dass es klappen wird."

Belletristik Charts am Montag

Eingestellt von Falballa um Montag, Oktober 25, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Belletristik Charts - Taschenbuch


PlatzTitelAutorVerlag
1Zeit deines LebensAhern, CeceliaFischer
2Doch die Sünde ist scharlachrotGeorg, ElizabethGoldmann
3Der Fluch der HebammeEbert, SabineKnaur
4Eat, Pray, LoveGilbert, ElizabethBVT
5VerbrechenSchirach, Ferdinand von  Piper
6Der ChineseMankell, HenningDTV
7 Seelen der FinsternisSmith, Lisa J.cbt
8Der verborgene Garten Morton, KateDiana
9Leichenblässe  Beckett, SimonRowohlt
10HerbstmagieRoberts, NoraHeyne

Belletristik Charts - Hardcover

PlatzVorwocheTitelAutorVerlag
11Sturz der Titanen  Follett, KenBastei Lübbe 
23SchändungAdler-Olsen, JussiDtv premium
34ErbarmenKürthy, Ildikó vonWunderlich
42Reckless. Steinernes Fleisch  Funke, CorneliaDressler
57FreiheitFranzen, JonathanRowohlt
6neuBartimäus. Der Ring des Salomo  Stroud, Jonathan cbj
7 6EndlichKürthy, Ildikó vonWunderlich
85HummeldummJaud, TommyScherz
98Sie da oben, er da untenStraatmann, CordulaKiepenhauer & Witsch
1010Tauben fliegen aufNadj Abonji, MelindaJung und Jung

Sonntag, 24. Oktober 2010

Rezensionen neu sortiert

Eingestellt von Falballa um Sonntag, Oktober 24, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post


Ich habe gerade mal die Rezensionen neu sortiert. Sie sind jetzt alphabetisch nach Autoren Nachnamen sortiert, dann der jeweilige Titel, und im Anschluss, wer von uns die Rezension geschrieben hat. Ich hoffe, so ist die ganze Sache ein bisschen übersichtlicher.

Interview: Frau Knobloch steht Rede und Antwort

Eingestellt von Falballa um Sonntag, Oktober 24, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Erst kürzlich habe ich das Buch von Ina Knobloch "Der Duftmacher" gelesen und war ganz begeistert von meinem ersten historischen Roman. Jetzt hat die Autorin mir auch ein Interview gegeben, und einige Geheimnisse gelüftet und interessante Informationen zu ihrer Arbeit erzählt.

Bildquelle

Hallo Frau Knobloch, ich möchte Ihnen erst einmal herzlich Danken, dass sie sich bei mir gemeldet haben und jetzt für ein Interview zur Verfügung stehen. Nach dem Lesen Ihres Buches habe ich auch einige Fragen an Sie.

Mediencircus: Ihr Buch „Der Duftmacher“ ist ja noch recht frisch auf dem Markt, wie läuft es bisher?

Fr. Knobloch:  Die Resonanz ist großartig, da kann ich wirklich nur zufrieden sein.

Mediencircus: Schaut man auf Ihren eigentlichen Beruf (promovierte Botanikerin), würde man nicht gleich vermuten, dass Sie schreiben. Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen?

Fr. Knobloch: Ich will ja nicht hochstapeln, aber Goethe war ebenfalls Botaniker und früher gehörten Kunst und Wissenchaft ganz selbstverständlich zusammen. In den Fernsehredaktionen ist das zum Teil noch so, das sind dann Hauptabteilungen „Kultur und Wissenschaft“.  Zu Schreiben habe ich parallel zum Studium  angefangen. Es ist mir ein inneres Bedürfnis. Am Anfang habe ich rein journalistisch gearbeitet und das lief so gut, dass ich mich dieser Neigung nach der Promotion fügte.

Mediencircus: Sie schreiben unter anderem auch für Magazine und helfen bei Drehbüchern mit, was bedeutet Ihnen diese Arbeit?

Fr. Knobloch: Das kreative Schreiben läßt Interpretationen und Spekulationen zu, die beim Journalismus nicht möglich sind und es ist eine große Herausforderung, die mir sehr viel Spaß macht. Einen Plot, eine gute Dramaturgie mit großen Hauptfiguren und vielen Wendungen zu entwickeln ist für mich wie eine Berufung.

Mediencircus: „Der Duftmacher“ ist Ihr erster Roman – und dann auch noch ein historischer, wie kam es dazu?

Fr. Knobloch: Eine Drehbuchkollegin hat mich nach meinem Buch „Rosenduft und Blütenzauber“ dazu animiert einen Roman zum Thema Duft zu schreiben. Sie fand meine Duftbeschreibungen so prosaisch und sie hat mir Mut gemacht. Bei der Recherche stieß ich auf Giovanni Maria Farina, er ist bis heute DER Duftmacher schlechthin. Später habe ich erfahren, dass Süskind dort auch recherchiert hat, aber erst nachdem mein Roman bereits fertig war.

Mediencircus: Das Buch war auch mein erster historischer Roman und an einigen Stellen habe ich mich gefragt, ob alles so stimmt. Am Ende haben Sie aufgeklärt, was am Leben des Giovanni Maria Farina echt ist, und welche Stellen Sie dazu gedichtet haben. Wie kamen Sie dazu, genau über diese Person zu schreiben?

Fr. Knobloch: (s.oben)

Mediencircus: Ich als Düsseldorferin muss das fragen: Habe Sie eine besondere Beziehung zu Köln, oder ist es reiner Zufall, dass diese Stadt in Ihrem Buch behandelt wird?

Fr. Knobloch: Ich habe sowohl zu Köln als auch zu Düsseldorf eine persönliche Beziehung. In Köln habe ich eine wunderbare Zeit am MPI während meiner Diplomarbeit verbracht und später bei der Deutschen Welle, in Düsseldorf sind es private Beziehungen. Aber, dass der Roman dort spielt, hat ausschließlich etwas mit den historischen Fakten zu tun.

Mediencircus: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass sie einige Zeit für die Recherche gebraucht haben, und vor allem die Schauplätze bereist und mit der Familie gesprochen haben. Wie lange haben Sie an dem Buch geschrieben, und wie lange haben sie recherchiert?

Fr. Knobloch: Alles in allem war es über ein Jahr. Ich hatte aber auch früher für meine ARTE-Reihe über Pflanzen und für meinen Rosenroman schon sehr viel über Düfte und Parfümherstellung recherchiert, abgesehen davon, dass ich über das Botanik-Studium entsprechendes Grundwissen habe.

Mediencircus: Am Ende erfährt man auch, dass Sie selbst einen besonderen Bezug zu Düften haben, wie sieht der aus?

Fr. Knobloch: Das fing schon in meiner Kindheit an, ich war fast besessen davon, Düfte aus Blüten, vor allem Rosen, zu extrahieren. Darüber verrate ich einiges in meinem Rosenbuch.

Mediencircus: Zu Beginn dachte ich, es könnte ein Roman werden, wie „Das Parfum“. Vielleicht gibt es auch einige Parallelen, aber haben Sie deswegen Probleme? Schließlich gibt es schon ein Buch auf dem Markt, zu diesem Thema.

Fr. Knobloch: Ich glaube es ist eher anders:  Es gibt zu allen Themen ganz viele verschiedene Bücher/Romane, aber zum Thema Duft und Parfum, eben nur diesen einen historischen Roman von Süskind und jetzt meinen. Nein, ich habe damit keine Probleme, es ist eher eine Herausforderung.

Mediencircus: Was möchten Sie noch erreichen? Haben Sie bestimmte Ziele vor Augen?

Fr. Knobloch: Das ganz große Kino mit meinen Geschichten.

Mediencircus: Beschreiben sie sich selbst in 3 Worten.

Fr. Knobloch: Neugierig, abenteuerlich, romantisch.

Mediencircus: Wenn Sie ihren Lesern eines Ihrer Bücher empfehlen sollten, welches wäre das, und warum?

Fr. Knobloch: Ich würde alle empfehlen und höchstens eine Reihenfolge. Nein, das kann ich wirklich nicht. Ich kann vielleicht sagen: Zum Schmökern den „Duftmacher“, für Abenteurer „Das Geheimnis der Schatzinsel“ und zum Lesen und immer wieder Nachschlagen „Rosenduft und Blütenzauber“.

Mediencircus: Welches ist Ihr Lieblingsbuch, dass Sie nicht selbst geschrieben haben?
 
Fr. Knobloch: Hm, es gibt viele Bücher, die ich wirklich liebe. Aber, ich glaube es ist „Dino Park“ – wie „Jurassic Park“ ursprünglich als Roman hieß. Das hat zum einen damit zu tun, dass Critchton wirklich großartig geschrieben hat und zum anderen, dass ich selbst in der Genforschung war und in Costa Rica einen Teil meiner Promotion gemacht habe. Jurassic Park spielt auf der costaricanischen Kokosinsel, der Schatzinsel, über die ich ja auch ein Buch geschrieben habe. Critchton war kurz nach meiner ersten Expedition dort und hat Teile des Romans in einem Strandhotel in Costa Rica geschrieben, in dem ich auch war. Dazu gibt es noch eine spannende Geschichte mit einem Überraschungsangriff von einem Leguan, der wirklich sehr an einen Dinosaurier erinnerte…..

Mediencircus: Zum Schluss stellt sich noch die Frage, wie geht es mit Ihnen weiter, bzw. was haben Ihre Leser in Zukunft von Ihnen zu erwarten? Auf was können sie sich freuen?

Fr. Knobloch: Ich will nur so viel verraten: Der Duftmacher ist noch jung am Ende der Geschichte…. Und „Die Schatzinsel“ ist auch noch nicht zu Ende erzählt.

Mediencircus: Wollen Sie zum Abschluss Ihren Lesern noch etwas sagen?

Fr. Knobloch: Ich hoffe, Ihr liebt meine Geschichten. Jede einzelne/r Leser/in ist mir wichtig. Für Euch schreibe ich die Geschichten.


Ich danke Ihnen herzlich für das Interview und dafür, dass sie das Buch geschrieben haben. Denn so habe ich keine Angst mehr vor historischen Romanen.

Kurze Biografie:

Dr.Ina Knobloch, Autorin und Regisseurin

Ina Knobloch wurde 1963 in Karlsruhe geboren und wuchs in Frankfurt auf. Nach  einem längeren Aufenthalt in Kanada studierte sie in Frankfurt Biologie. Das Studium wurde ihr durch verschiedene Stipendien ermöglicht, vor allem die Auslandsaufenthalte in Basel, Paris und Costa Rica. Nebenbei spielte sie Theater und nahm Sprechunterricht. Auf das Studium folgte die ebenfalls durch Stipendien geförderte Promotion, in Frankfurt und Costa Rica gehörte, das ihre Leidenschaft für  Natur, Abenteuer und Schreiben weckte, 1989 erschien ihr Buch über Costa Rica im Hildebrand-Verlag.
Neben Studium und Promotion fing sie an für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, wie FAZ und Stern über wissenschaftliche Themen zu berichten. Die journalistische Ader wurde nach der Promotion zum Hauptberuf und führte sie über den Hörfunk zum Fernsehen, gefördert von der Robert Bosch Stiftung für Wissenschaftsjournalismus. Bereits 1989 produzierte und realisierte sie ihren ersten langen Film über Costa Rica, dem zahlreiche weitere Filme und Reportagen aus Deutschland und aller Welt folgten, wie die ARD-Reihe „Deutschlands wilde Tiere“ oder die HR/3SAT-Reihe „Expedition ins Pflanzenreich“ oder der ARTE-Reihe „Geschichten um eine Pflanze“ oder Teile der ZDF-Reihe „Jäger verlorener Schätze“, sowie Themenabende und Einzelfeature. Doch die Beiträge ließen ihr nicht genug Raum zum Erzählen und sie fing wieder an Bücher und auch Spielfilmdrehbücher zu schreiben. Nach „Rosenduft und Blütenzauber“ (Fischer/Scherz) und „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (Mare) ist „Der Duftmacher“ (Piper/Pendo) ihr Debutroman.
Darüberhinaus führte sie bei zahlreichen Imagefilmen Regie, zu ihren Kunden gehören u.a. Procter; Aventis; Philips; Bad Brückenau; BB Mineralwasser.

Samstag, 23. Oktober 2010

Rezension: Blutfesseln von Linda Koeberl

Eingestellt von Kendra um Samstag, Oktober 23, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post


......für was lebt man, wenn man unsterblich ist?......


Kurzinhalt des Klappentextes:

Jahrhunderte voller Emotionen und Sinnlichkeit.
Eine Reise über die Kontinente.
Liebende, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

Nichts vermag Alexandra Romanow vor der Einsamkeit zu bewahren, die sie in ihrem Herzen trägt, seit der Ruf des Blutes sie in die Finsternis lockte.
Bis sie eines Tages dem Engländer Dylan Montgomery begegnet, der die Schatten der Erinnerung vertreibt und eine Seite in ihr berührt, die sie im Verborgenen wähnte.
Vor der Kulisse der schottischen Highlands begibt er sich den Bannkreis der schönen Russin, ohne zu ahnen, wie nah er dem Abgrund aus Blut und Schmerz gekommen ist.
Doch dann holt ihn Alexandras Vergangenheit ein, und er wird zur Schachfigur in einem Spiel, das keine Regeln kennt....


Meine Meinung:

Blutfesseln von Linda Koeberl ist ein wirklich sexy und düster angehauchtes Werk, dass mit seinen dunklen Geheimnissen den Leser ziemlich überrascht :-)
Vor allem das Ende hat es wahrlich in sich, soviel sei schon mal verraten.....zwinker.

Doch fangen wir mal mit dem Cover an, dass auf mich einen mehr als ansprechenden Eindruck macht. Die dunklen gehaltenen Farben und die sexy Lady mit Vampirzähnen auf der Vorderseite lässt den Leser bereits auf den Inhalt spekulieren. Und richtig, auch im Inneren findet man viel von Gefahr, Geheimnissen und dunklen Abgründen wieder. Was der sehr kurze, dafür aber um so knackiger Prolog bereits verspricht, kann das Buch glänzend einhalten.
Auch wenn ich nicht weiß, ob die Frage am Anfang für unsere Hauptperson: "Wofür lebe ich, seit ich unsterblich bin?", explizit aufgeklärt wird.


Alexandra Romanow, später auch als Sascha betitelt, wird freiwillig zu einer Bluttrinkerin, als sie an der Schwindsucht erkrankt und ihrem damaligen Bekannten und Geliebten Sergej um ihre Verwandlung zu einer Daywalkerin bittet.
Obwohl dieser selber sehr schwer mit seinem Schicksal zu kämpfen hat, kann er ihr diesen Wunsch jedoch nicht abschlagen und verwandelt sie.
Während sie am Anfang noch Probleme mit ihrer neuen Lebensweise hat, verflüchtigt sich bald ihr anfängliche Scheu und nachdem sie eine Art Seelenverwandten in Christos , einem Nightwalker Vampir entdeckt hat, genießt sie ihre neuen Kräfte und Möglichkeiten.

Doch bald will Christos, der für sie mehr Bruder als Geliebter ist, sie zu seiner Gefährtin machen.
Alexandra flieht.......doch schon bald muss sie feststellen, dass er nicht aufgibt. Über all die Jahre verfolgt er sie und zerstört immer wieder ihr gefundenes Glück, und schreckt dabei vor nichts zurück!
In der Gegenwart versucht sie mit Dylan eine neue Zukunft aufzubauen, nicht wissend dass erneute Gefahr lauert....


Sehr schön wie man Einblicke in die Gegenwart und auch in die Vergangenheit erhielt, denn in den breit gefächerten Vergangenheitsauszügen ihrer Gedanken konnte man Mäuschen spielen und das Erlebte besser verstehen.
Auch die Ich-Schreibweise von der Hauptperson fand ich gelungen. zusätzlich kommt positiv dazu, dass man in verschiedenen Orten entführt wird, wie z.B. nach Schottland oder auch nach New Orleans- dem Ursprung des Voodoos und sehr schön fand ich das Flair, dass man an diesen Handlungsorten verspürte.

Vor allem die Innengrafiken haben das i- Tüpfelchen ausgemacht. Sehr schillernd, sehr dunkel, sehr erotisch und verrucht haben die Bilder einen zusätzlichen Appetit auf die beschrieben Szenen gemacht. Und diese haben gekonnt den Spagat geschafft nicht billig oder vulgär zu wirken.




(Bild aus dem Buch Blutfesseln)

Ein Buch dass mich magisch in den Bann zog.

Buchinformationen: Verlag:SiebenVerlag, ISBN: 9783940235930, Preis: 14,90

Autoreninformation:

Linda Koeberl wurde am 14. Oktober 1969 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Österreich.
Neben ihrem Beruf als Bürokauffrau, absolvierte sie ein Fernstudium für Belletristik und Kinder-und Jugendliteratur.
Ferner gehört sie dem Team des Literaturportals LITERA an, wo sie als Ressort-Redakteurin für den Bereich "Institutionen" zuständig ist und zwei Kleinverlage betreut.
Weitere Informationen findet man unter: www.lindakoeberl.at.

(Quelle: aus dem Buch "Blutfesseln")

Eine Bibliothek mit dem besonderen Etwas

Eingestellt von Falballa um Samstag, Oktober 23, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Stellen dir vor, du hast das Bild in einem Buch im Kopf aber keine Zeit zur Bücherei zu gehen um es auszuleihen und im Internet wirst du auch nicht fündig. Dann kannst du einfach in der Bücherei in Wolfenbüttel anrufen, zumindest in der Sprechstunde, und dann wird ein Mitarbeiter das Bild im Buch scannen und dir zusenden.

Unglaublich? Dachte ich auch erst, aber die Bücherei in Wolfenbüttel öffnet mit der "Online-Sprechstunde" die Türen zu einem neuen Zeitalter und bietet einen weltweit einzigartigen Service. Dieser funktioniert so:

Dieser funktioniert so: Interessenten können anrufen und nach einem Buch fragen. Zu einer vereinbarten Zeit blättert dann ein Bibliotheksmitarbeiter in dem gewünschten Werk, ausgerüstet mit einer hochauflösenden Kamera, die online entsprechende Bilder an den Interessenten sendet: Zum Beispiel von Johann Gottfried Seidlers "Bilder-Bibel" aus dem Jahr 1701. Ein Leser möchte sich auf Seite 59 die Abbildung von der Predigt anschauen.

"Vor allem bei den sehr kostbaren Büchern ist das Online-Lesen sehr praktisch", sagt Bibliotheksdirektor Helwig Schmidt-Glintzer. Und davon habe sein Haus genug. Gerade für ausländische Kunden sei das Angebot eine deutliche Verbesserung. Über Telefon sei es sehr schwierig gewesen zu erklären, wie eine bestimmte Initiale oder das Seitenlayout eines Druckes etwa aus der Reformationszeit aussieht. Insgesamt hielten sich konkrete Anfragen aber noch in Grenzen. Der Service müsse sich wohl erst noch herumsprechen, sagt Schmidt-Glintzer.
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin des Deutschen Bibliotheksverband, hält das Online-Leseangebot für einen "prima Service" - zusätzlich zu den Bestrebungen in den wissenschaftlichen Bibliotheken, die Bücher zu digitalisieren. "Das fällt direkt in die Entwicklung der Digitalisierung und weltweiten Bereitstellung von Informationen, die sich auch Projekte, wie die Deutsche Digitale Bibliothek zum Ziel gemacht haben", sagt sie.


Aber die Bücherei hat noch mehr Neuerungen aufzuweisen: So bietet sie zum Beispiel Handschriften, Drucke und Bücher in einer Online-Datenbank an. Dazu haben sie eine eigens eingerichtete Fotowerkstatt, in der Reproduktionswünsche Digitalisiert werden können. Bereits 7.000 komplett digitalisierte Titel seinen bereits in der Datenbank vorhanden.

Gerade die Handschriftensammlung machte die Bibliothek über die Jahrhunderte berühmt. Im 17. Jahrhundert war ihr Ruhm so groß, dass die damals größte Sammlung Europas als achtes Weltwunder gefeiert wurde. Bibliothekare waren unter anderem Gottfried Wilhelm Leibniz und Gotthold Ephraim Lessing - Männer, die schon damals für den Fortschritt standen.
Zum Bestand gehört auch das 1188 entstandene Evangeliar Heinrichs des Löwen. Nur alle ein bis zwei Jahre, das nächste Mal im Dezember, werde es aus dem Tresor hervorgeholt und gezeigt, sagt Schmidt-Glintzer. Unter die Kamera werde diese Kostbarkeit aber nicht gelegt.


Freitag, 22. Oktober 2010

Die Gewinner unter den Zeitschriften

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 22, 2010 1 Kommentare Links zu diesem Post
Ich habe gerade eine Statistik gefunden, die zeigt welche Zeitschriften im dritten Quartal des Jahres am besten verkauft worden sind.



Welche Zeitschrift landet denn bei euch regelmäßig? Oder lest ihr NUR Bücher?

Bibliotheken in der Krise

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 22, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post

Habt ihr auch einen Büchereiausweis? Leiht ihr euch hin und wieder Bücher aus? Ich ja. Meist allerdings für Hausarbeiten für die Uni! Ein Artikel, den ich jetzt gelesen habe, hat mich schockiert. Bibliotheken befinden sich tatsächlich in der Krise. Nicht weil zu wenig Besucher kommen, im Gegenteil, es fehlt an Geldern.

Auch in den Bibliotheken geht es anscheinend nur um Politik, denn Einsparungen seien besonders bei Bibliotheken beliebt. Die Komunen sehen dort ein enormes Sparpotential und eine weitere Einnahmequelle. Insgesamt sind wohl Zwei Drittel aller kommunalen Büchereien von diesen Einsparungen betroffen.


Allein 20 Prozent der hauptamtlich geführten Einrichtungen müssten seit dem Frühjahr mit Haushaltssperren arbeiten. In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern seien es sogar 40 Prozent aller Einrichtungen.
Die 10 855 Bibliotheken in Deutschland würden «als Sparschwein für öffentliche Haushalte genutzt», beklagte Ziller. Dabei seien Bibliotheken mit jährlich 200 Millionen Besuchen das wichtigste Bildungs- und Kulturmedium überhaupt - trotz aller Unkenrufe, dass das Internet der Tod der Bibliotheken sei. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Entleihungen um 22 Prozent, doch gleichzeitig seien die Öffnungszeiten reduziert worden.

Insgesamt mussten sich 43% aller hauptamtlich betriebenen Büchereien den Einsparungen hingeben. Bei ihnen wurde das Budget kurzer Hand gekürzt, oder aber diese Kürzungen stehen noch an. Rund 28% mussten sich den Vorgaben fügen, und höhere Begühren verlangen. 8% mussten die Öffnungszeiten verkürzen, knapp ein Viertel musste Veranstaltungen kürzen.

Bei 20 Bibliotheken kam es sogar zu Schließungen von Abteilungen oder ganzen Nebenstellen. Von den ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen wollen wir erst gar nicht anfangen, denn diese stehen unter keinem guten Stern.

Es drohe eine flächendeckende Unterversorgung, warnten die Bibliothekare. Selbst in Baden-Württemberg, das man noch als «Musterländle» bezeichnen könne, gebe es bereits große Gebiete ohne Bibliotheken. Dies sei vor allem für Kinder und Jugendliche oder Menschen mit Migrationshintergrund verheerend, für die Medienangebote zur Sprachförderung und Integration wichtig sind. Bereits jetzt habe nur jede dritte Gemeinde zwischen 5000 bis 10 000 Einwohnern überhaupt eine eigene Bibliothek.
Zur Schieflage trage auch bei, dass nur jede dritte Bibliothek regelmäßig ihren Medienbestand erneuern könne. Deutschland gebe pro Kopf und Jahr im Schnitt 8,21 Euro für öffentliche Bibliotheken aus, in Finnland sind es 54,55 Euro, in den USA umgerechnet etwa 27 Euro.

In wissenschaftlichen Bibliotheken an Universitäten stellt sich ein anderes Bild dar. Insgesamt gibt es 42 % mehr Entleihungen und die Öffnungszeiten konnten verlängert werden. Hier sind vor allem die Kosten für die elektronischen Medien gestiegen, von 11,7 auf 82,5 Millionen Euro. Deutschland hinkt im Vergleich aber noch nach. Man versucht hier, die Bestände zu digitalisieren und einer breiteren Masse zugänglich zu machen.

Hmmm... in der Uni Bibliothek bin ich tatsächlich hin und wieder. Ich liebe es zwischen Bücher zu sein.

Schon wieder...

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 22, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
... eine Biografie...und diesmal von Salman Rushdie.


Mit 63 Jahren ist er bereit seine Memoiren zu schreiben und hat endlich auch einen Abnehmer gefunden. Der Schriftsteller mit britisch-indischen Wurzeln wird in seinem Buch vor allem auch die Zeit eingehen, in der er von islamischen Fundamentalisten Morddrohungen erhalten hat. Geplant ist eine Veröffentlichung für voraussichtlich 2012.

Das zumindest, hat jetzt der Random House Verlag mitgeteilt, der die Biografie auf Deutsch, Englisch und Spanisch auf den Markt bringen wird.

«Ich habe sehr lange damit gewartet, meine Memoiren zu schreiben», sagte Rushdie. «Jetzt bin ich bereit.»

Doch nicht nur die Zeit, in der er verfolgt wurde, soll in dem Buch zu finden sein, sondern auch von seinen vier Ehen und seiner Zeit als Außenseiter in einer Privatschule wird erzählt werden. Geboren wurde er als Sohne einer wohlhabenden Familie. Der Vater war ein muslimischer Geschäftsmann aus Bombay. Die britische Staatsbürgerschaft erlangte er 1964.

Seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte er 1981 mit "Mitternachtskinder". "Die satanischen Verse" veröffentlichte er 1988 und wurde legte sich somit mit den Muslimen an, die dieses Werk als Blasphemie ansahen. Und er verärgerte die Muslime so sehr, dass der iranische Revolutionär Ajatollah Khomein 1989 dazu aufrief Rushdie zu töten. Mittlerweile lebt er in New York.

Veränderung im Berufsbild Buchhändler?

Eingestellt von Falballa um Freitag, Oktober 22, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Die Ausbildung zum Buchhändler erlebt zur Zeit einen Wandel, eine starke Veränderung... denn auch die Ausbildung muss sich den Veränderungen in der Branche anspassen.


Zur Zeit sitzen Bundessachverständige, Kultusministerien und Vertreter der Verbände und Gewerkschaften mit dem Börsenverein an einem Tisch und zusammen tüfteln sie eine Neuordnung der Ausbildung aus. Mittlerweile hat man die Rahmenpläne fertig und will und muss sie "nur" noch Ende des Jahres absegnen lassen.

Zentraler Bestandteil der neuen Ausbildungsordnung, die auf betrieblicher Seite umgesetzt werden muss, sind drei ausdifferenzierende Qualifizierungsmodule. Sie beinhalten jeweils schwerpunktmäßig die Komponenten E-Commerce sowie Projektorganisation/Marketing und Warengruppen/Sortimentskunde. Künftige Azubis müssen mindestens einen dieser Bausteine wählen. Sie können sich aber auch in allen drei Bereichen prüfen lassen.

 Noch ist unklar ob kleine und mittlere Buchhandlungen in dieser Veränderung berücksichtigt worden sind, oder ob sie bald ganz rausfallen, denn schon jetzt erweist sich ein Auszubildender manchmal als Kraftakt.

Was erwartet ihr von einem Buchhändler?

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Papa Hotzenplotz erhält einen Oscar

Eingestellt von Falballa um Donnerstag, Oktober 21, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post





Einst verzauberte Otfried Preußler uns mit Geschichten wie "Der Räuber Hotzenplotz", "Krabat" und "Die kleine Hexe". Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren mit dem "bayerischen Oscar" ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um den Maximiliansorden.

Bereits am Mittwoch fand die Verleihung statt und wurde an insgesamt zwölf Personen verliehen. Verliehen hat den Preis Ministerpräsident Horst Seehofer.


Der Maximiliansorden ist die höchste Auszeichnung, die Bayern für außergewöhnliche Leistungen in Wissenschaft und Kunst zu vergeben hat und geht an Persönlichkeiten, „denen wir wissenschaftlichen Fortschritt und künstlerische Meisterwerke verdanken und deren Lebenswerk Maßstäbe gesetzt hat“, erklärte Seehofer in seiner Ansprache.

Bewerben für den Alfred-Döblin-Preis

Eingestellt von Falballa um Donnerstag, Oktober 21, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Wahrscheinlich geht dieser Post nicht an die "normalen" Blog Leser, aber an alle Autoren da draußen und solche, die jetzt spontan zu einem werden. Noch kann man sich bewerben für den Alfred-Döblin-Preis 2011. Dieser soll im Mai 2011 wieder verliehen werden und Autoren haben jetzt noch die Möglichkeit teilzunehmen.

Der Preis wurde von Günter Grass gestiftet und ist mit 15.000 Euro dotiert. Verliehen wird der Preis für ein längeres, noch unabgeschlossenes Prosamanuskript.

Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die mindestens eine eigenständige Buchveröffentlichung vorweisen können; einzureichen sind mindestens fünfzig Seiten Text. Die Manuskripte müssen bis zum 15. Januar 2011 beim Literarischen Colloquium Berlin, Stichwort Alfred-Döblin-Preis, eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Information unter: www.lcb.de/autoren/doeblin/

J.K. Rowling bekommt noch einen Preis

Eingestellt von Falballa um Donnerstag, Oktober 21, 2010 2 Kommentare Links zu diesem Post





Sie schreibt gar nicht mehr weiter, aber Preise kassiert sie trotzdem noch. Gerade erst wurde sie zu der einflussreichsten Frau Großbritanniens gewählt und schon durfte sie den nächsten Preis abholen. Das bersondere ist, dass dieser Preis zum ersten Mal verliehen wurde und für J.K. Rowling eine besondere Ehre ist.

Erhalten hat sie jetzt den Hans-Christian-Anders-Literaturpreis, der als Märchenpreis gilt. Den Preis hat Rowling als "Artsverwandte" erhalten und persönlich in Odense entgegen genommen. Ausgezeichnet wurde sie - natürlich -für ihre sieben Harry Potter Bücher.

Sie selbst hat gestanden, dass sie ein riesen Fan der Andersen-Märchen ist. Andersen selbst wurde 1805 in eher ärmlichen Verhältnissen groß. Der Preis ist mit 67.000 Euro dotiert. Den Preis überreicht hat Prinzessin Marie. Rowling bedankte sich mit einer lievevollen Rede: «Andersen hat uns unzerstörbare, ewige Charaktere gegeben. Das hässliche Entlein, die kleine Meerjungfrau, die Schneekönigin und den nackten Kaiser.»


Das könne man längst nicht mit den Andersen-Geschichten vergleichen, die nun schon «zwei Jahrhunderte gehalten haben», meinte Rowling in ihrer Bescheidenheit ausstrahlenden Rede. Dabei boten sich Vergleiche auch im Leben des 1875 in Kopenhagen gestorbenen Dänen und der 1965 in der Ortschaft Yate geborenen Engländerin an. Andersen und Rowling haben ihre schriftstellerischen Aktivitäten beide in Armut gestartet. Der Märchendichter als bettelarmer Schustersohn, die Potter-Autorin als allein erziehende Mutter in Edinburgh mit Sozialhilfe.
Aber was zählt das heute, wenn Millionen Kinder und auch Erwachsene die Geschichten beider lesend verschlingen. Reich fühlt sich Rowling nach eigener Aussage nicht wegen der inzwischen gescheffelten Einnahmen: «Wie durch ein Wunder empfinde ich dies (die Welt der abgeschlossenen Potter-Serie) immer noch als mein eigenes privates Königreich. Ich kann es mir nicht verkneifen, immer mal wieder dort herumzustrolchen und zu gucken, was die die Personen gerade so treiben, die noch leben.»


Mit diesem zusätzlichem Preis ihm zu Ehren sollte dem Jubiläum zum 200. Todestag ein besonderer "Kick" gegeben werden.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Neues Magazin für Mütter

Eingestellt von Falballa um Mittwoch, Oktober 20, 2010 1 Kommentare Links zu diesem Post

Ich selbst fühle mich nicht angesprochen, aber alle Mütter dieser Welt können sich auf ein neues Magazin freuen. Das neue Lifestyle Magazin wird "Mama's Life" heißen. Das Magazin wird bereits diesen Samstag das erste Mal erscheinen, und richtet sich an Mütter - vor allem an junge Mütter.

Der Untertitel des Magazins heißt "For all Wonderful Moms". Zur Zielgruppe zählen all diejenige, "die Kinder und Familie ebenso zu ihrem Leben zählen wie ihr Interesse für Karriere, Mode & Beauty, Reisen, Gastlichkeit, Einrichten und Lifestyle-Trends."

Und natürlich richtet sich das Magazin thematisch den lieben Mütter. In der ersten Ausgabe kann man Themen zu Depressionen und Burn-Out bei Kinder lesen. Aber nicht nur über Kinder soll geschrieben werden, denn in der ersten Ausgabe kommen auch Kinder selbst zu Wort. Insgesamt sollten vier Kinder ihre Mamis mal genauer unter die Lupe nehmen.

Geplant ist, dass das Heft zukünftig einmal im Monat erscheint. Das Exemplar geht mit einer Startauflage von 150.000 in den Kiosken. Hinter dem Magazin stecken der Verlag Vikant Carfts Publishing und auch der Burda Verlag hat seine Hände im Spiel.

Wieviele Mamis haben denn Interesse anso einem Magazin? Wenn es thematisch gut aufgebaut ist, vielleicht keine schlechte Idee. ABer gibt es nicht schon genug Mami Bücher etc.?

Interview: Andreas Izquierdo

Eingestellt von Kendra um Mittwoch, Oktober 20, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Heute dürfen wir euch wieder ein interessantes Interview präsentieren.
Wir hoffen , dass euch die entlockten Informationen und Antworten vom Autor gefallen.




Hallo Andreas, vielen lieben Dank dafür dass du dich unseren Fragen stellst und dir die Zeit für die Beantwortung nimmst.


Mediencircus: Dein aktuelles Buch "Apocalypsia" ist ja ein wahrliches Fantasybuch und unterscheidet sich ja von deinen sonstigen Kriminalromanen.
Wie ist es zu diesem Genrewechsel bei dir gekommen?



Hr. Izquierdo: Die Genrewechsel hatte ich schon vorher vollzogen. Nach den Krimis, gab es einen historischen Roman "König von Albanien" (http://www.akqv.org/scottpr08.shtml )
Das Genre Fantasy hab ich nicht gesucht, sondern es war eher so, dass es
mich gefunden hat, weil mir plötzlich die Idee im Kopf geisterte:
"Was passiert eigentlich mit Mensch und Engel, wenn Gott stirbt".


Mediencircus: Da dein Buch über Engel handelt, würde ich sehr gerne wissen, ob du ein Spiritueller Mensch bist und ob du an das Übernatürliche und auch an Engel glaubst?

Hr. Izquierdo: Ihr seid tatsächlich die ersten, die mich fragen, ob ich an Engel glaube - ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass mich das jeder fragen würde.
Also, sagen wir mal so: Ich glaube, dass der Mensch mehr ist, als die Summe
seiner Muskeln, Knochen, Fasern und Sehnen. Ich glaube, dass es so etwas wie
eine unsterbliche Seele gibt.
Alles andere: Engel, Gott, Himmel und Hölle... keine Ahnung. Es scheint mir sehr der menschlichen Phantasie entsprungen zu sein. Aber wer weiß das schon.

Mediencircus: Wenn ja, welchen Engel (von deinem Roman) würdest du dann gerne persönlich kennenlernen? Und warum?

Hr. Izquierdo: Iax, Lillith, Semjasa. Sie sind mir sehr nahe (vor allem Iax) und zutiefst menschlich.

Mediencircus: Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Hr. Izquierdo: Ich dachte eigentlich, ich würde mal Sportjournalist werden, habe auch ein Volontariat gemacht. Was mich aber immer daran gestört hat, dass man jeden Tag einen neue Story machen musste, das nichts Bestand hatte. Nach einer durchzechten Nacht bin ich mit meinem damaligen Nachbarn im Park spazieren
gegangen (ist gut gegen einen dicken Kopf!) und er sagte: Hör mal, du kommst
doch aus der Eifel. Schreib doch mal was über eine tote Sau! Und ich dachte:
Gute Idee. So entstand 1993 "Der Saumord".

Mediencircus: Wenn du deinen Lesern eines Deiner Bücher empfehlen solltest, welches wäre es?

Hr. Izquierdo: König von Albanien und natürlich Apocalypsia

Mediencircus: Da du auch fürs Fernsehen Drehbücher schreibst, würde ich gerne wissen für welche Serien du bereits geschrieben hast?

Hr. Izquierdo: Ich habe lange Jahre für "Alarm für Cobra 11" geschrieben. Auch für "Alles Atze" "Die Camper" und jetzt für "Der Bergdoktor".
Tja, man wird nicht jünger, was?

Mediencircus: Was macht dir mehr Spaß: Das Schreiben eines Drehbuches oder eines Buches?

Hr. Izquierdo: Eindeutig das Buch. Beim Drehbuch quatschen zu viele rein.

Mediencircus: Welches ist dein Lieblingsbuch, dass du nicht selbst geschrieben hast?

Hr. Izquierdo: Oje, da gibt es viele. Ich finde alles, was Gabriel Garcia Marquez geschrieben hat beeindruckend und inspirierend. Ich verehre Jim Thompson auf dem Krimisektor. Der Herr der Ringe bei der Fantasy. Es gibt so viele tolle Sachen, die einen stets daran erinnern, wie lausig man selbst schreibt ...

Mediencircus: Beschreibe dich selbst in 3 Worten

Hr. Izquierdo: Drei Worte? Hmmm ....

Mediencircus: Was möchten du noch erreichen? Hast du bestimmte Ziele vor Augen?

Hr. Izquierdo: Ich möchte mal von der Schriftstellerei leben, um mich voll und ganz auf meine Geschichten konzentrieren zu können.

Mediencircus: Zum Schluss stellt sich noch die Frage: Wie geht es mit Dir weiter, bzw. was haben deine Leser in Zukunft von Dir zu erwarten? Auf was können sie sich freuen?

Hr. Izquierdo: Wieder ein Genrewechsel. Diesmal Thriller. Die Idee ist da, aber bis es soweit ist, wird´s noch dauern ...

Mediencircus: Möchtest du zum Abschluss deinen Lesern noch etwas sagen?

Hr. Izquierdo: Geht euren eigenen Weg, aber bleibt offen für Kritik.


Vielen lieben Dank für die ehrlichen Antworten. Für die Zukunft wünschen wir dir noch alles Gute und viele erfolgreiche Bücher!



Zum Autor:

Andreas Izquierdo , geboren 1968 in Euskirchen, wuchs in der Nordeifel auf.
Heute lebt er mit seiner Familie als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Köln und ist Mitglied der Krimiautorenvereinigung Syndikat.
Weitere Informationen auf der Homepage des Autors unter: www.izquierdo.de

Und wer mehr über das Buch "Apocalypsia" erfahren möchte, kann gerne meine Rezension lesen.
http://mediencircus.blogspot.com/2010/09/rezension-apocalypsia-von-andreas.html

And the winner is.....

Eingestellt von Falballa um Mittwoch, Oktober 20, 2010 1 Kommentare Links zu diesem Post
Unser zweites Gewinnspiel ist zu Ende und wieder gibt es einen Gewinner. Der heutige Gewinner muss sich auf etwas gefasst machen, denn bei ihm wird ein mörderisches Buch einziehen.

Zu gewinnen gab's:

Und gewonnen hat: Kevin vom Bücherstapel!

Diesmal gibt es leider kein Video von der Liveziehung, aber ich hoffe, ihr glaubt mir trotzdem, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Gelost wurde wie beim letzten Mal aus einem Topf und Kevins Los wurde gezogen.

Ich bedanke mich bei allen, die an unserem Gewinnspiel teilgenommen haben und hoffe, dass jetzt niemand traurig ist. Bald wird sicherlich das nächste Gewinnspiel folgen und es gibt eine neue Chance für alle.

Lieber Kevin, noch heute geht eine Mail an Susanne Henke, die dir persönlich das Buch zuschicken wird.


Dienstag, 19. Oktober 2010

Rezension: "Keine Sorge mir geht's gut" von Olivier Adam

Eingestellt von Falballa um Dienstag, Oktober 19, 2010 0 Kommentare Links zu diesem Post
Titel: Keine Sorge mir geht's gut
Autor: Olivier Adam

Verlag: Piper
Buch: Taschenbuch
Preis: 7,95 Euro

Seitenanzahl: 187 Seiten
Auflage: 3. Auflage


.. Wenn nur die Liebe dich am Leben hält...

Inhalt:

Nach einem Urlaub bei ihrer Oma kommt Lilli wieder nach Hause und ihre Eltern eröffnen ihr unter Tränen, dass ihr Bruder Loic verschwunden ist. EInfach abgehauen. Für Lilli bricht eine Welt zusammen, denn ihr einziger Vertrauter und ihr Halt im Leben ist einfach gegangen. Auslöser soll ein Streit mit dem Vater gewesen sein. Lilli findet nur schwer zurück ins Leben. Irgendwann erhält sie erst eine Postkarte und dann immer wieder eine, von Loic, der durch die Gegend reist und dem es anscheinend gut geht. Eines Tages entschließt sie sich, dorthin zu reisen, wo die letzte Postkarte herkam und lüftet zufällig ein Familiengeheimnis. Doch trotzdem, von der Wahrheit ahnt sie nichts.

Meine Meinung:

Zu allererst muss ich sagen, dass mich der Klappentext echt gereizt hat und ich dieses große Familiengeheimnis auch wissen wollte. Das Buch ist im Internet gut beschrieben und in Frankreich hat es sogar Kultstatus erreicht. So ein Buch muss doch gut sein oder?

Aber, und jetzt kommt (leider) ein großes Aber, denn mir hat das Buch absolut nicht zugesagt. Bereits nach den ersten fünf Seiten wollet ich nicht mehr weiterlesen. Woran das lag? An dem Schreibstil. An der Art, wie Seiten gestaltet sind. So sehen viele Seiten aus:


Viele Seiten sind nur halb beschrieben, viele Absätze, kleine Einschübe. Ich kam einfach nicht in meinen heiß geliebten Lesefluss. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass es (vor allem am Anfang) unendlich viele Aufzählungen gab. Lilli arbeitet an der Kasse bei "Shopi" und einige Seite sind voll mit den Dingen die über ihre Kasse gehen. Schlichtweg Aufzählungen von EInkäufen... (what the fuck?)... mich hat es tierisch genervt. Viele kurze Sätze. Nichts für mich, leider.

Aber auch die Geschichte konnte mich bei diesem Buch leider nicht umhauen. Ich hab sehnsüchtig darauf gewartet, dass das Geheimnis gelüftet wird. Was ist aus ihrem Bruder geworden. Dann lüftet sie das Geheimnis, und das Buch ist noch nicht zu Ende, und der Bruder immer noch nicht da. Aber neben dem Geheimnis gibt es noch eine Wahrheit, die sie (wahrscheinlich) nie erfahren wird, obwohl sie der viel näher ist als sie glaubt. Ich werde euch dieses Geheimnis und die Wahrheit nicht verraten, denn sonst lohnt es nicht mehr zu lesen.

Bei den Charakteren allerdings muss ich sagen, hat sich Olivier Adam große Mühe gegeben, zumindest wenn es um Details geht. Die Protagonistin Lilli wird detailiert und liebevoll beschrieben. Man bekommt ihre Verzweiflung und Traurigkeit vermittelt. Man spührt, wie sie sich mit kleinen Romanzen und One-Night-Stands ein bisschen Zärtlichkeit sucht, und doch am Ende immer wieder alleine dasteht. Mehr Nähe bekommt sie nicht, ist sie womöglich aber auch nicht in der Lage zuzulassen. Wirkliche Freunde hat sie nicht mehr, denn mit dem Verschwinden ihres Bruders, brach auch der Kontakt zu den gemeinsamen, bzw. vorwiegend seinen Freunden ab. Den einzigen Halt bieten ihr in dieser schweren Zeit vor allem ihre Eltern. Die allerdings sind von der Abwesendheit des Sohnes auch schwer getroffen und kämpfen um Fassung, kämpfen um ihre Tochter... und um einen Weg ins normale Leben. Mit einem Unterschied: Sie kennen die Wahrheit und halten diese vor ihrer Tochter geheim, denn sie haben Angst, dass ihre Tochter den Bezug zum Leben und vielleicht auch vollkommen die Lust am Leben verliert. Besonders mit Eltern hat Adam viel Gefühl beschrieben. Der Vater wirkt zu Beginn etwas unterkühlt und distanziert. Doch im Laufe des Buches bekommt man einen völlig anderen Vater zu sehen. Gefühlvoll, liebevoll, fürsorglich, mit einer endlosen Liebe für seine Frau und vor allem seine Tochter. Er würde alles tun, damit es den beiden gut geht. Doch auch er muss den Verlust des Sohnes überwinden, und gibt es sich die Schuld daran. Die Mutter ist eine schüchterne und eigenbrödlerische Frau. Sehr nah am Wasser gebaut und hin und her gerissen. Mit viel Mühe versucht sie den Schein aufrecht zu erhalten und wenigstens ihre Tochter zu behalten.

Betrachtet man aber die Gesellschaft, die Olivier Adam (selber Franzose) beschreibt, so kann man ein falsches Bild von den Franzosen, odern spezuiell den Parisern und Umgebung bekommen - vielleicht hatte auch einfach nur ich das Gefühl. Es wird eine Welt beschrieben, die zwar viele kleine schöne Orte hat, die absolut liebenswert sind, aber die Menschen dort sind sehr unterkühlt. Es geht um Spaß, Sex und Geld. Ein Quickie hier, ein Blowjob dort, und manchmal nimmt man sie einfach von hinten. Szenen die für mich, dass Bild komplett gestört haben. - Auch wenn sie Charakterzüge von Lilli wiedergespiegelt haben, fand ich sie doof.

Hmm... vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn ich habe eine spannende und fesselende Geschichte erwartet, und bin leider nicht befriedigt worden.

Rezension "Endstation Venedig" von Donna Leon

Eingestellt von Kendra um Dienstag, Oktober 19, 2010 2 Kommentare Links zu diesem Post



.....Venedigs Kanäle und Tote.....


Kurzinhalt des Klappentextes:

Die aufgedunsene Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem stinkenden Kanal Venedigs. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und der italienische Machtapparat sind gleichermaßen verwickelt.
Eine harte Nuss für Commissario Brunetti, der sich nicht unterkriegen lässt: Venedig durchstreifend und seine Connections nutzend, ermittelt er ebenso sympathisch wie unkonventionell.



Meine Meinung:

Endstation Venedig" von Donna Leon ist ein Krimi, der zwar nicht mit viel Spannung aufwarten kann, dennoch aber die Kunst beherrscht den Leser unglaublich zu fesseln.
So machte es mir dieser Roman sehr schwer auch nur kurz aufzuhören, denn der Lesefluss war mächtig ausgeprägt und ließ mich nicht eher in Ruhe, bevor ich es fertig gelesen hatte :-)

Das Buch ist der 2. Teil von der Krimi- Reihe um Commissario Brunetti und seinen Ermittlungen.
In diesem Teil geht es um die Ermordung eines jungen Mannes, der im Kanal angetrieben wurde.
Während sein Chef den Fall bald zu den Akten legen will und es als einfachen Überfall abstempeln will, bleibt Brunetti an dem Fall dran.
Als man ihm bei den Ermittlungen auch noch Drogen praktisch vor die Füße schmeißt, glaubt er an eine Verschwörung. Doch wie viel hat die amerikanische Regierung mit der Sache zu tun?
Und warum musste auch noch Doctor Peters sterben, eine enge Mitarbeiterin von dem Toten, auf dem amerikanischen Stützpunkt im Fachbereich: Gesundheitswesen?
Brunetti der Frau Peters kennenlernte und ihre Angst instinktiv wahrnahm, vermutet mehr an dieser Sache als Drogenkonsum. Und richtig beide Personen wusste etwas dass ihren Tod besiegelte....
Zum Glück findet er bald Hilfe durch Ambrogiani, der einige Informationen von Seiten der Amerikaner ans Licht bringt.
Bald entdecken die beiden eine große Sauerei...im wahrsten Sinne des Wortes.
Giftiger Restmüll, der nicht nur illegal vom amerikanischen Stützpunkt, sondern auch von Deutschland in einen verlassen Ort Italiens ausgesondert wird.
Doch wie Brunetti schmerzhaft feststellen muss, ist es nicht gerade leicht sich mit hohe Tieren in der Regierung anzulegen :-)

Obwohl bereits am Anfang so einiges klar war und nicht gerade überraschte, machte dennoch die Art von Brunettis Schlussfolgerungen und Handlungen das Buch lesenswert und durchaus interessant.
Auch das Thema an sich war wirklich mehr als gelungen und ließ den Begriff Umweltverschmutzung eine andere Dimension erklimmen. Eine Krimireihe die durch die sehr detaillierten Beschreibungen Italiens mitreißt und die jede noch so unbedeutende Person einen ausgefeilten Charakter mitgibt, so dass man sich prächtig in das Buch hineinliest.
Auch Brunetti als Person ist mehr als gelungen konzepiert worden, und so kommt er dem Leser schon bald als alter Bekannter vor, der auch ein Privatleben hat und nicht nur ausschließlich Commissario ist.

Das Cover sei lobenswert erwähnt, dass nicht nur gut in seiner Schlichtheit aussieht und das weiß vorherrschend ist, sondern auch sehr schön in der Hand liegt.
Richtig griffig fäßt es sich an und so lässt es sich zugleich noch schöner lesen.

Buchinformationen:
Verlag: Diogenes, Genre: Krimi, ISBN: 9783257229363, Preis: 10,90 €



Autoreninformation:

Donna Leon verließ mit 23 Jahren New Jersey, wo sie 1942 geboren worden war, um in Perugia und Siena weiterzustudieren.
Seit 1965 lebt sie ständig im Ausland, arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und in Saudi-Arabien. Seit 1981 wohnt und arbeitet Donna Leon in Venedig.


(Textquelle: aus dem Buch "Endstation Venedig")
 

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