Samstag, 14. Mai 2011

[Rezension] Dosenkavalier - Hartmut Block

Eingestellt von Falballa um Samstag, Mai 14, 2011
via Piper Verlags Homepage
Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, und ich hatte mich schon sehr drauf gefreut. An dieser Stelle sage ich noch einmal Danke für das Buch.

Titel: Dosenkavalier
Autor: Hartmut Block
Erscheinungsdatum: November 2010
Seiten: 240
Preis: 8,95€

Inhalt:
Jonas Kemp kocht mit Leidenschaft und hofft bei der nächsten großen Veranstaltung endlich aus dem Schatten seines ständig betrunkenen Meister heraustreten zu können und der neue Star am Kochhimmel zu sein. Doch es kommt anders als er denkt, und alle Gäste der Veranstaltung landen noch im Restaurant auf dem Klo. Ohne Arbeit kann er seinen Lebensstil nicht aufrecht erhalten und muss bei Null anfangen. Er sucht sich einen einfachen Job in der Kantine eines katholischen Krankenhausen. Mit einer ziemlich zusammengewürfelten Truppe soll er nun kochen. Der einzige Lichtblick scheint die junge Ärztin Nedda zu sein, die für ihn aber irgendwie unerreichbar scheint. Doch, mit der schlechten Kost die dort serviert wird, will er sich nicht zufriedengeben und plant den Aufstand.

Meine Meinung:

Ein locker, leichtes Buch mit Charme für zwischendurch. Das Buch ist literarisch sicherlich nicht der schwerste Schmöker, ganz im Gegenteil - es ist eine leichte Lektüre mit Biss und Humor und den Kleinigkeiten im Leben die zählen.

Hartmut Block hat eine nette Komödie geschrieben, die mich oft zum Schmunzeln gebracht und die einem immer wieder zeigt, was Kleinigkeiten doch ausmachen. Ein kleines bisschen von der einen Zutat zuviel, und die Katastrophe ist perfekt. Und eigentlich sollte doch alles ganz anders laufen. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, das kleine Katastrophen das Leben von Protagonisten Jonas Kemp meistens ein bisschen erschweren und ihn öfters bei Null anfangen lassen. Und das einzige was ihn retten kann, ist seine Leidenschaft zum kochen.

Er verliert seinen Job, sein Luxus-Appartment, seine Freunde, sein Auto.... und landet im katholischen Krankenhaus - er, der Schürzenjäger. Bereits am ersten Tag macht er seinem Ruf alle Ehre und ahnt nicht, welche Katastrophe er mit dem kleinen "tete-a-tete" auslöst. Er sieht das Ganze nicht als Herausforderung, sondern sucht nur Arbeit. Doch, in diesem Nichts findet er alles, was er jemals gesucht hat, es nur nicht wusste. Freunde, Leidenschaft, und natürlich die Liebe.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Protagonist eigentlich so ein schmieriger Macho ist, der von sich selbst ziemlich überzeugt ist, und sich plötzlich in der Welt der normalsterbelichen wiederfindet und ziemlich aufgeschmissen ist. Herrlich! Er muss lernen sich zurechtzufinden und sieht sich mit Problemen auseinandergesetzt, die ihm bisher nicht begegnet waren. Mit viel Humor beschreibt der Autor, was da so alles schief laufen kann.

Der Autor hat in der Kantine des Krankenhauses einen bunten Haufen Mitarbeiter zusammengewürfelt: Einen Chinesen der nach Deutschland kam um Brot zu backen, einen Ex-Militär der glaubt kochen zu können, ein Emo-Girl - das eigentlich ganz normal ist und eine Schwester, die Arme Ritter liebt.

Das Buch hat viele Kleinigkeiten die ein Gesamtbild schaffen, das wirklich nett ist und das ich schnell gelesen haben, denn der Schreibstil war sehr angenehm. Das Buch ist sehr authentisch und eigentlich könnte alles wirklich so passiert sein.

Fazit:
Das Buch ist ein liebenswertes Buch für zwischendurch und für all die, die leichten Humor und Witz mögen! Ich empfehle das Buch weiter und bin gespannt, was ich noch von diesem Autor zu lesen bekomme!

Jetzt lese ich: "The Secret" von Eva Hoffmann

1 Kommentare:

Melanie on 14. Mai 2011 18:36 hat gesagt…

Ich bin auch entsetzt darüber, daß der Täter von seinem Opfer geblendet werden soll! Was er getan hat ist schrecklich und gehört bestraft, aber ich bin gegen die Todesstrafe genau wie gegen Verstümmlung, und eben das ist es ja. Wenn z.B. die Mutter eines ermordeten Kindes dem Täter an die Gurgel geht weil sie Gelegenheit dazu hat, kann ich das irgendwie nachvollziehen, wie sicherlich auch in andere Situationen, aber das auch wirklich nur im Affekt, weil jemand in dem Moment nicht klar denken kann. Im aktuellen Fall sind inzwischen Jahre vergangen, und auch wenn das die Tat nicht ungeschehen oder weniger schlimm macht, sollte man sich doch darauf besinnen, daß sowas einfach nicht richtig ist. Mir kommt das Grausen wenn ich darüber nachdenke... Daß das Opfer nach wie vor von Rachegedanken besessen ist kann ich verstehen, aber alle anderen sollten diese schlimme Sache, die wie hier schon geschrieben wurde das Opfer zum Täter macht, zu verhindern wissen.
Liebe Grüße
Melanie

 

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